LAUFSPORT

Für den Tollenseseelauf gibt es einen Corona-Plan

In diesem Jahr wurde der Traditionslauf des SV Turbine Neubrandenburg wegen der Pandemie abgesagt. 2021 soll die 30. Auflage aber stattfinden.
Im kommenden Jahr sollen die Tollensesee-Läufer wieder an der Startlinie stehen dürfen.
Im kommenden Jahr sollen die Tollensesee-Läufer wieder an der Startlinie stehen dürfen. Peter Krüger
Neubrandenburg ·

Die Macher beim SV Turbine Neubrandenburg sind fest entschlossen, im kommenden Juni ihren Geburtstagslauf auszutragen und haben dafür auch einen Plan entworfen. Wegen der Coronapandemie war der 30. Tollenseseelauf in diesem Jahr abgesagt worden, am 5. Juni 2021 soll der Jubiläumslauf nun nachgeholt werden. Das teilte Turbine-Chef Jörg Knospe mit.

„Wir wünschen uns alle, dass wir den Tollenseseelauf im nächsten Jahr unter normalen Bedingungen austragen können, wissen aber auch, dass man nicht weiß, wie die Situation dann sein wird”, sagte Knospe. Deshalb habe man auch einen Plan B entwickelt – einen Corona-Plan. Danach sollen der 10-Kilometer-Lauf und der Halbmarathon auf einer Pendelstrecke ausgetragen werden. „Dadurch würden wir die vielen Bustransfers nach Klein Nemerow und nach Hohenzieritz vermeiden”, sagte der Turbine-Vorsitzende. Der Halbmarathon-Kurs würde vom Start in Neubrandenburg nach Alt Rehse und zurückführen.

Das neue Vereinshaus soll rechtzeitig fertig werden

„So war die Streckenführung ja auch in früheren Jahren”, so Knospe. Bei den 10 Kilometern geht es vom Kulturpark aus nach Klein Nemerow und retour. Unter normalen Bedingungen führen die Strecken von Klein Nemerow (10km) und Hohenzieritz (21,1km) in die Viertorestadt. Für die Marathonis und Staffelläufer würde es bei der Strecke um den Tollensesee mit Start im Kulturpark bleiben.

Ziel für alle Läufer ist nach Angaben des Turbine-Rennleiters dann das Jahnstadion. Damit möchte der Verein größere Ansammlungen von Teilnehmern beim Zieleinlauf vermeiden. „Die Läufer kommen auf der einen Seite rein und können auf der anderen Seite das Stadion wieder verlassen”, sagte er. Für die organisatorischen Maßnahmen rund um den Lauf wolle man alle zur Verfügung stehen Räumlichkeiten im nahe Umfeld nutzen. Knospe nannte dabei das Jahnsportforum und das neue Turbine-Vereinsheim, das derzeit im Bau ist, im kommenden Juni aber fertig sein soll. „Wir hoffen, dass bis dahin auch wieder ein Stück mehr Normalität eingezogen ist. Irgendwann muss es ja weitergehen”, sagte der Turbine-Chef.

Mehr als 2300 Sportler waren 2019 am Start

Sehr gefreut hat man sich im Turbine-Lager über die große Solidarität nach der Absage der Veranstaltung im Juni dieses Jahres. Die meisten der bereits gemeldeten Sportler wollten ihr Startgeld nicht zurück, sondern ließen den Startplatz auf das nächste Jahr überschreiben. „Das war überwältigend”, sagte Jörg Knospe. Etwa 600 Teilnehmer würden danach bereits in den Startlisten für den 30. Tollenseseelauf 2021 stehen.

Im vergangenen Jahr, bei der 29. Auflage des „Härtesten im Norden”, waren die Uralt-Rekorde auf der Marathonstrecke gefallen. Steffen Justus vom LC Rehlingen, der zu der Zeit als Triathlontrainer beim SC Neubrandenburg tätig war, lief nach 2:35,55 Stunden ins Ziel. Almut Dreßler (LG Nord Berlin) verbesserte den Rekord von Angelika Schlender-Kamp vom HSV Neubrandenburg aus dem Jahr 2010 (3:12,40) auf 3:02,03 Stunden. Damals waren mehr als 2300 Ausdauersportler auf den verschiedenen Strecken dabei.

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