WETTKAMPF

Für SCN-Triathletin geht es in die Wüste

Die Triathleten Mecklenburg-Vorpommerns sind in die Saison gestartet. Beim Swim & Run in Güstrow war auch Lena Meißner am Start.
Thomas Krause Thomas Krause
Beim Schwimmen legte Lena Meißner eine neue persönliche Bestzeit hin.
Beim Schwimmen legte Lena Meißner eine neue persönliche Bestzeit hin.
Neubrandenburg.

Güstrow, Abu Dhabi, Nürnberg, Mallorca – die kommenden Wochen haben es für Lena Meißner in sich. Drei Tage nach ihrem Sieg beim Güstrow Swin&Run ist die Triathletin des SC Neubrandenburg in den Flieger Richtung Vereinigte Arabische Emirate gestiegen.

Im Rahmen der World-Triathlon-Series – sozusagen die Champions League im Triathlon – wird am Wochenende in der Hauptstadt des Wüstenstaates ein hochkarätig besetztes Rennen ausgetragen. Ob die Neubrandenburgerin dort auch zum Einsatz kommt oder ihr nur die Rolle der Ersatzfrau bleibt, ist ungewiss.

Eine Nominierung ist unwahrscheinlich

„Wenn überhaupt, dann nur im Staffelrennen, das am Samstag ausgetragen wird. Wir gehen aber erst einmal davon aus, dass sie nicht für die Staffel nominiert wird”, sagte ihr Heimtrainer Frank Heimerdinger.

Der Verband lädt immer mehr Athleten ein, um bei kurzfristigen Ausfällen schnell handeln zu können, so der Trainer beim SCN und fügt hinzu: Ideal sei das nicht, aber man müsse es eben so hinnehmen. Da passte es ganz gut, dass Heimerdinger und seine Athletin kurzfristig ein Rennen in Güstrow einschieben konnten, um überhaupt einen Wettkampf bestreiten zu können.

Denn Mitte Februar musste Meißner bereits ihren Start bei einem Weltcup-Rennen in Kapstadt (Südafrika) wegen einer Magen-Darm-Erkrankung kurzfristig absagen – ein Rückschlag.

Beim Schwimmen gab es eine neue Bestzeit

In Güstow beim 13. Swim&Run setzte sich die 21 Jahre junge Triathletin ohne Mühe durch. Die 750 Meter Schwimmen und den anschließenden Fünf-Kilometer-Lauf beendete sie nach 27,04 Minuten. Zweite wurde Jana Millat vom TC Fiko Rostock (29,46), gefolgt von SCN-Athletin Lisa Heisig (30,03).

Beim Schwimmen legte Meißner sogar knapp eine neue persönliche Bestzeit hin. Die SCN-Dame stieg nach 9,03 Minuten aus dem Becken, die fünf Kilometer rannte sie in 18,01 Minuten. „Ich bin ganz zufrieden”, sagte sie.

Sieben Tage nach Abu Dhabi geht es für die Neubrandenburgerin nach Nürnberg. Die Deutsche Triathlon Union (DTU) will dort seine besten Athleten zu einer Leistungsüberprüfung versammeln.

„Für uns ist das ein sehr wichtiger Test”, sagte Frank Heimerdinger. Anschließend düst die SCN-Sportlerin ins Trainingslager auf die Insel Mallorca.

Bei den Männern siegte ein Rostocker

Das große Ziel der 21-Jährigen sind die Olympischen Spiele 2020 in Tokio. Um dafür eine Chance zu haben, muss Meißner die Nummer zwei bei den deutschen Triathlon-Damen werden. Platz eins ist an die Potsdamerin Laura Lindemann praktisch vergeben. Die DTU erhält nur zwei Damentickets für Tokio 2020.

Beim Güstrower Swim&Run gewann Johannes Vogel vom TC Fiko Rostock unterdessen das Rennen der Männer. Er siegte in 24,24 Minuten und verwies Vorjahressieger Franz-Georg Leidhold vom SC Neubrandenburg (24,38) auf Rang zwei. Dritter wurde mit Finn Große-Freese ebenfalls ein Athlet des SCN (25,08).

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