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Vereine zahlen für Polizeieinsätze

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Fußball-Urteil könnte Hansa Rostock schwer treffen

Bei Hansa-Rostock-Spielen muss die Polizei regelmäßig Fans im Zaum halten, wie hier bei der Partie gegen Hertha BSC.
Bei Hansa-Rostock-Spielen muss die Polizei regelmäßig Fans im Zaum halten, wie hier bei der Partie gegen Hertha BSC.
Axel Heimken

Richter urteilten, dass die Deutsche Fußball Liga sich an Kosten für Polizeieinsätze beteiligen muss. Für Hansa Rostock ist das eine folgenreiche Entscheidung.

Hansa Rostocks Vereinsführung sieht das Urteil des Bremer Verwaltungsgerichtes zur Kostenbeteiligung der Deutschen Fußball Liga (DFL) an Polizeieinsätzen bei Hochrisikospielen kritisch. Sowohl Vorstandschef Robert Marien als auch Aufsichtsratsvorsitzender Günter Fett befürchten gravierende Auswirkungen auf die ohnehin finanziell klammen Fußball-Drittligisten. „Zusätzliche Kosten müssten unter Umständen umgelegt werden auf Ticketpreise und Ähnliches, Besucherzahlen könnten zurückgehen, Einnahmen fehlen”, sagte Marien.

Für Aufsichtsratschef Fett müssten für den Fall, dass das Urteil Rechtskraft erlangt, auch andere Großereignisse vergleichbar behandelt werden. „Welche Polizeieinsätze bei welchen Veranstaltungen müssten wir dann da noch mit einbeziehen?”, fragte er.

Für den FC Hansa steht am kommenden Samstag mit der Partie gegen den Tabellenführer 1. FC Magdeburg das nächste Hochsicherheitsspiel an. Zu dem Aufeinandertreffen der beiden ehemaligen DDR-Oberligisten werden rund 23 000 Zuschauer im Ostseestadion erwartet.