Kommentar
Gejammer über EM-Spielorte kommt zu spät

Nach bisheriger Planung sind mit Berlin und Leipzig lediglich zwei Spielorte aus Ostdeutschland vorgesehen.
Nach bisheriger Planung sind mit Berlin und Leipzig lediglich zwei Spielorte aus Ostdeutschland vorgesehen.
Jan Woitas

Sowohl der Innenminister von MV, Caffier, als auch der aus Sachsen-Anhalt, Stahlknecht, sind sauer über die Auswahl der Stadien. Das kommt ein bisschen spät, meint unser Autor.

Herrlich, diese Politiker, die beginnen zu jammern und zu jaulen, wenn der Schlusspfiff längst ertönt ist. Vor mehr als einem Jahr wurde auf dem sportpolitischen Feld um die Auswahl der deutschen EM-Stadien gekämpft – da standen Lorenz Caffier und Holger Stahlknecht offenbar stumm im Abseits. Keine erinnerungswürdige Grätsche, kein mannhafter Einsatz für mehr Spiele auf ostdeutschem Rasen.

Stattdessen jetzt das völlig sinnbefreite Nachtreten – in der Hoffnung, der Wähler würde dieses Taktikgeplänkel nicht durchschauen. Deshalb, liebe Herren Minister: Wer es ehrlich mit einem gerechten Ausgleich zwischen Ost und West meint, muss dann präsent und wahrnehmbar sein, wenn die entscheidenden Zweikämpfe geführt werden. Ansonsten droht die Auswechselbank!