DEUTSCHE MEISERSCHAFT

Große Enttäuschung bei SCN-Kanuten

Die in Köln geplanten Deutschen Meisterschaften werden nicht stattfinden. Es soll aber „Ersatz” geschaffen werden.
Bei den Deutschen Meisterschaften in Köln wäre SCN-Kanutin Wiebke Glamm eine der Medaillenhoffnungen bei den Juniore
Bei den Deutschen Meisterschaften in Köln wäre SCN-Kanutin Wiebke Glamm eine der Medaillenhoffnungen bei den Junioren gewesen. Thomas Krause
Neubrandenburg.

Mit großer Enttäuschung haben die Verantwortlichen beim SC Neubrandenburg auf die Absage der Deutschen Meisterschaften im Kanurennsport und Parakanu Mitte August in Köln reagiert. „Mich hat das am Ende doch etwas überrascht, weil wir Alternativen vorgeschlagen hatten”, sagte Stefan Schewe, Kanuchef beim SCN und Präsident des Kanuverbandes in Mecklenburg-Vorpommern.

Man hätte die nationalen Titelkämpfe, zu denen 1000 Teilnehmer erwartet wurden, zum Beispiel entkoppeln und in vier Modulen austragen können. „Der Verband hat aber zu viele Probleme gesehen. Ich kann das auch verstehen, der Veranstalter in Köln braucht irgendwann Klarheit”, sagte Schewe und fügte hinzu: „Das ist für unsere Sportler sehr bedauerlich und sehr schade. Denn sie brauchen einfach die Wettkämpfe.”

Der Verband will eine Alternative anbieten

Auch die Verantwortlichen beim Deutschen Kanu-Verband (DKV) bedauern die Absage: „Diese Entscheidung fällt uns natürlich sehr schwer und ich bin sehr traurig, dass wir die Deutsche Meisterschaft absagen müssen“, sagte DKV-Präsident Thomas Konietzko: „Die Fülle an Problemen, beginnend bei Abstandsregeln während der Regatta oder beim Camping der über 1000 Teilnehmer und den zahlreichen Angehörigen und Fans bis hin zu den Hygieneauflagen durch die Behörden, zwingt uns leider, die Meisterschaft in dieser Form zu streichen.”

Der DKV will aber für die Leistungsklasse und Junioren eine Alternative anbieten. Vorstellbar sei ein Wettkampf in Form einer offenen Rangliste in Einer-Booten im August. Der Verbandsausschuss kann bei seiner Zusammenkunft in der kommenden Woche allerdings noch sein Veto einlegen. „Einen adäquaten Wettbewerb für Schüler und Jugendliche werden wir in diesem Jahr nicht anbieten können, da die Organisation für diese Altersgruppe noch einmal schwieriger ist”, sagte Konietzko nach einer Videokonferenz, an der auch Stefan Schewe teilnahm.

Auf dem Oberbach ist ein kleiner Wettkampf geplant

Beim SC Neubrandenburg planen Trainer und Verantwortliche derweil ebenfalls einen „Ersatzwettkampf” für die Kanuvereine aus Mecklenburg-Vorpommern, der Ende Juni steigen könnte. Die Rennen sollen auf dem Oberbach in Einerbooten stattfinden – ein Training unter Wettkampfbedingungen. „Es soll vor allem für die Landeskader eine Art Überprüfung sein”, sagte Stefan Schewe.

DKV-Boss Konietzko lobte indes die Arbeit in den Landesverbänden in den vergangenen Wochen. „Ich habe mich sehr gefreut, dass wir als eine der ersten Sportarten nach den Einschränkungen wieder loslegen konnten, da gab es gewaltige Fortschritte. Nun müssen wir über Wettkämpfe nachdenken und weiter an Konzepten arbeiten, damit wir weiter der Normalität entgegen kommen.”

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