Comeback

Güstrow ist zurück in der Speedway-Bundesliga

Beim Motorsportclub setzt man in der höchsten deutschen Liga auf junge Fahrer. Zwei Ausländer kommen noch.
In Güstrow, hier beim Pfingstpokal, wird es künftig wieder Speedway-Bundesliga-Rennen geben.
In Güstrow, hier beim Pfingstpokal, wird es künftig wieder Speedway-Bundesliga-Rennen geben. Bernd Quaschning
Güstrow

Nach siebenjähriger Pause werden die Güstrower „Torros” im kommenden Jahr wieder an die Startbänder in der Speedway-Bundesliga rollen und dürften damit auch hiesige Bahnsportfans zu einem Besuch der Barlachstadt animieren. Der MC Güstrow hatte sich in den vergangenen Jahren selbst eine Bundesliga-Pause verordnet, um sich auf die Entwicklung eigener Talente zu konzentrieren. Der Club nutzte dafür den sogenannten Team-Cup, der von den Vereinen selbst veranstaltet wird, um jungen Fahrern die Chance auf Wettkampfpraxis zu geben. „Das war gut. Jetzt ist unser Nachwuchs aber so weit, in der Bundesliga antreten zu können”, sagt der Güstrower Vereinssprecher Gunnar Mörke.

Der Club wird dabei mit einer Mischung aus ganz jungen Fahrern und erfahrenen Speedway-Assen aus dem Ausland an den Start gehen. Mit Leon Arnheim, Lukas Baumann und Ben Ernst präsentierten die Güstrower bereits drei deutsche Nachwuchs-Hoffnungen. Hinzu kommt der fünffache U21-Meister Michael Härtel. Bei der diesjährigen U21-WM wurde Härtel mit acht Punkten bester Deutscher. „Ihn wollten wir unbedingt. Michael hatte 2015 den Pfingstpokal bei uns gewonnen und sich dabei ganz viele Sympathien der Zuschauer erarbeitet. Er kennt unsere Bahn, kommt gut mit ihr zurecht”, sagt Mörke. In den nächsten Tagen werden auch die beiden Ausländer bekannt gegeben, die 2020 für das Güstrower Bundesliga-Team starten werden. „Wir sind in Gesprächen”, sagt Mörke. Insgesamt sechs Fahrer bilden eine Bundesliga-Mannschaft.

Ein Speedway-Team ist kategorisiert

Nach den Vorschriften des Deutschen Motorsportbundes (DMSB) müssen in einem Bundesliga-Team Sportler verschiedener Kategorien vereint sein – die C-Kategorie ist drei deutschen Fahrern vorbehalten, die noch nicht so viel Erfahrung haben; in die A-Klasse dürfen zum Beispiel zwei ausländische Speedway-Piloten. In der B-Gruppe finden sich deutsche Fahrer, die schon etwas besser sind, wieder. „Diese Unterteilung kommt uns entgegen”, sagt Mörke.

Die vier Clubs der Bundesliga fahren in der neuen Saison auch nach einem anderen Modus als bisher, bei dem es eine Vorrunde und ein Finale gab. „Jetzt ist es ähnlich wie beim Fußball mit Hin- und Rückspielen. Wer am Ende oben steht, ist Meister”, sagt der gebürtige Neubrandenburger Mörke. Die Güstrower Torros treffen bei ihrer Liga-Rückkehr auf den AC Landshut Devils, den MSC Brokstedt Wikinger und den MC Nordstern Stralsund. „Das Landesderby gegen Stralsund ist für uns natürlich besonders attraktiv. Darauf freuen wir uns”, sagt Gunnar Mörke.

Ihr erstes Bundesliga-Heimrennen nach der langen Pause tragen die Güstrower Speedway-Asse am9. Mai aus. Die weiteren Läufe in Güstrow finden dann am 27. Juni und am 5. September statt.

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