FUßBALL

Hansa besiegt FCN-Nachwuchs mit Kaltschnäuzigkeit

Die Rostocker Youngsters feierten zwei klare Siege gegen die Viertorestädter. Trotzdem nahmen die heimischen Trainer viel Gutes aus den Spielen mit.
Peter Krüger Peter Krüger
Gleich zwei Mannschaften des FC Hansa Rostock konnten in Neubrandenburg jubeln. Die A- und auch die B-Jugend der Hanseaten gewannen jeweils ihre Pokalausscheidungsspiele in der Viertorestadt.
Gleich zwei Mannschaften des FC Hansa Rostock konnten in Neubrandenburg jubeln. Die A- und auch die B-Jugend der Hanseaten gewannen jeweils ihre Pokalausscheidungsspiele in der Viertorestadt. Peter Krüger
Neubrandenburg.

Zwei Mal 1. FC Neubrandenburg 04 gegen den FC Hansa Rostock, zwei Mal Verbandsligist gegen Regionalligist, zwei Mal Underdog gegen Favorit. Und zwei Mal setzten sich am Ende jeweils die Hanseaten durch und qualifizierten sich nach den Ausscheidungsspielen für die jeweiligen Pokal-Wettbewerbe.

Vor allem aber die A-Junioren des FCN verkauften sich vorzüglich, auch wenn sie am Ende im heimischen neu.sw-Stadion etwas zu hoch mit 1:4 den Kürzeren zogen. Couragiert, mutig und selbstsicher spielten sie nach vorne – den einzigen Vorwurf, den sie sich gefallen lassen müssen, ist das schlechte Ausnutzen klarster Torchancen.

Schmeichelhafte Führung zur Halbzeitpause

„Gerade in der ersten Halbzeit müssen wir zwei oder drei Tore machen“, so Neubrandenburgs Trainer Daruisz Kolacki. Jannik Witte, Kevin Kühl oder auch Mutar Diallo scheiterten auf Seiten der Hausherren. Anders die Rostocker. Eiskalt und mit jeder Menge Kaltschnäuzigkeit verschwanden sie mit einer schmeichelhaften 2:0-Führung (Traumtor nach einem Solo und einem Foulelfmeter) in die Halbzeitpause.

„Auch in der zweiten Hälfte haben wir super mitgespielt. Mit dieser Leistung ist mir vor den Relegationsspielen ganz und gar nicht bange.“, so Kolacki. „Vielleicht kommt diese Niederlage gerade zur rechten Zeit“, zog Neubrandenburgs B-Jugendtrainer Andre Schröder, nach dem Spiel seiner Jungs ein Fazit.

„In der letzten Zeit haben wir viele Siege und Erfolge gefeiert. Nun haben wir rechtzeitig vor den bevorstehenden Relegationsspielen einen Schuss vor den Bug bekommen.“ Gerade in der 63. Minute spielte sich eine Szene ab, die irgendwie sinnbildlich war für das Spiel der Viertorestädter.

Bis kurz vor dem Strafraum wusste das Spiel der Neubrandenburger zu gefallen, wie eben auch in jener Szene, als Pascal Martin mit einem schönen Pass auf die Reise geschickt wurde. Im Strafraum der Rostocker angekommen, geriet Martin ins Stolpern und landete am Ende sogar komplett am Boden.

Personalsorgen bei beiden Mannschaften

Die große Chance auf den 1:2-Anschlusstreffer war dahin, die Rostocker, die sich schon in Durchgang eins sehr konsequent im Ausnutzen ihrer Chancen gezeigt hatten, schlugen nun noch zwei Mal zu und schraubten das Ergebnis auf ein klares 4:0.

„Wir haben das Spiel als schönen Saisonabschluss gesehen“, so Hansas Trainer Kevin Rodewald, „die Jungs haben das insgesamt sehr gut gemacht, auch wenn uns so einige Leistungsträger gefehlt haben“. Das sah auf der anderen Seite nicht anders aus.

„Mit Matti Mahler und Lennard Fassinger sind mir kurzfristig zwei wichtige Leute ausgefallen“, so Trainer Andre Schröder. Doch das ändert nichts daran, dass seine Mannschaft letztendlich „oftmals zu weit weg vom Mann“ und „nicht so aggressiv wie gewünscht“ war.

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