FUßBALL 3. LIGA

Hansa-Coach will von einem Sofa-Aufstieg nichts wissen

Wenn alles ideal läuft, dann könnte Fußball-Drittligist Hansa Rostock schon am Sonntag in die 2. Bundesliga aufsteigen. Trainer Jens Härtel denkt jedenfalls noch lange nicht an solch ein Szenario.
Die Hansa-Kicker um Lukas Scherff (blaues Trikot) könnten im Idealfall schon am Sonntag aufsteigen.
Die Hansa-Kicker um Lukas Scherff (blaues Trikot) könnten im Idealfall schon am Sonntag aufsteigen. Peter Krüger
Unterhaching ·

Nein, davon will Trainer Jens Härtel rein gar nichts wissen. Davon, mit seiner Mannschaft, dem Fußball-Drittligisten Hansa Rostock, im Idealfall schon am Sonntag aufsteigen zu können.

So richtig schön bequem auf der Couch mit einem leckeren Bierchen in der Hand. Auch von möglichen Feierlichkeiten im Falle eines Aufstiegs will der Hansa-Coach Nullkommanull wissen. „Wir können uns damit beschäftigen, wenn es dann tatsächlich so weit ist“, so der 51-Jährige, „vorher habe ich dafür null Energie übrig, um mir darüber Gedanken zu machen“.

 

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Fakt ist aber: Gewinnt Hansa Rostock (2. Platz/67 Punkte) sein Auswärtsspiel am Samstag bei der bereits abgestiegenen SpVgg Unterhaching (14 Uhr) und bleiben die direkten Verfolger TSV 1860 München (3. Platz/65 Punkte/) und FC Ingolstadt (4. Platz/65 Punkte) in ihren Spielen gegen den FC Bayern München II sowie beim MSV Duisburg sieglos, dann wäre Rostocks Aufstieg besiegelte Sache.

Schwede droht das vorzeitige Saisonende

Doch bis dahin ist es noch ein weiter Weg. Härtel selbst geht ohnehin davon aus, dass „das Aufstiegsrennen bis zum letzten Spieltag spannend bleibt“. Drei Punkte möchte Hansas Coach aber trotzdem aus Unterhaching mit zurück an die Ostsee nehmen.

Härtel fordert von seiner Elf, den Tabellenletzten keinesfalls zu unterschätzen. „Es gilt, das in die Waagschale zu werfen, was uns auf den zweiten Platz geführt hat. Dann haben wir gute Chancen, zu gewinnen“, sagte er.

„Um erfolgreich zu sein, brauchst du beides: einen klaren Kopf und den fußballerischen Biss.“ Auf den gewohnten „Biss“ und der gesunden Aggressivität von Abräumer Jan Löhmannsröben müssen die Hanseaten aber in Unterhaching verzichten – der 30-Jährige muss am vorletzten Spieltag eine Gelbsperre (zehn gelbe Karten) abbrummen.

Neben dem Langzeitverletzten Maurice Litka wird auch Tobias Schwede ausfallen, ihm droht jetzt eine Operation, die das vorzeitige Saisonende für den 27-Jährigen bedeuten würde.

Hansa-Talent Martens erhält einen Profivertrag

Der Rest der Mannschaft ist aber heiß auf das Spiel in Bayern. „Den Kader und die Aufstellung habe ich im Kopf, auch wenn sich auf zwei, drei Positionen natürlich immer was ändern kann“, so Härtel gestern vor der Nominierung des Kaders. Er wolle noch das Training am Freitag abwarten und dann kurz vor dem Abflug darüber entscheiden, wer letztendlich im Flieger sitzen wird.

Die Mannschaft habe nach der englischen Woche erst mal kräftig durchgeatmet und geht nun frisch und voll fokussiert in das Spiel gegen das Schlusslicht. Härtel warnt aber auch vor Unterhaching: „Auch wenn sie bereits als Absteiger feststehen, hat man doch beim Sieg gegen Bayern II gesehen, dass sie befreit aufspielen und keineswegs zu unterschätzen sind.“

Kurz vor der Abreise in Richtung Bayern wurde aber in Rostock noch ein Vertrag unterschrieben. Der Drittligist hat das Nachwuchs-Talent Theo Gunnar Martens für die drei kommenden Spielzeiten mit einem Profivertrag ausgestattet. „Wir freuen uns, dass sich mit Theo das nächste Talent aus unserem eigenen Nachwuchs für den Profibereich empfehlen konnte“, sagte Sportvorstand Martin Pieckenhagen gestern.

Der 18 Jahre alte Angreifer Martens durchlief seit der F-Jugend alle Nachwuchsmannschaften der Mecklenburger und absolvierte mit der Profimannschaft die Vorbereitung auf die Rückrunde der Spielzeit 2020/21.

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