Im Hinspiel feierten die Rostocker Kicker einen 3:0-Auswärtssieg in Hannover.
Im Hinspiel feierten die Rostocker Kicker einen 3:0-Auswärtssieg in Hannover. Peter Krüger
Fußball 2. Bundesliga

Hansa plagen vor dem Kellerduell personelle Sorgen

Freitagabend startet Fußball-Zweitligist Hansa Rostock mit einem Heimspiel ins neue Jahr. Trainer Jens Härtel ist vor der Partie gegen Hannover 96 optimistisch.
Rostock

Es geht wieder los. Keine vier Wochen ist es her, als die Zweitligakicker von Hansa Rostock sich mit einem 2:2-Unentschieden beim Karlsruher SC in die doch sehr kurze Winterpause verabschiedeten. Es blieb nur wenig Zeit zum Durchatmen und Schwung holen für die zweite Saisonhälfte.

Und dieses Schwungholen verlief zudem auch nicht wirklich optimal. Im einwöchigen Trainingslager fielen gleich zwei von drei geplanten Vorbereitungsspielen aus, der einzige Testkick gegen 1860 München ging zudem mit 1:3 verloren. Und dennoch ist man bei den Rostockern optimistisch. „Wir haben ein gutes Gefühl, die Mannschaft macht einen frischen, fokussierten Eindruck“, sagte Hansa-Coach Jens Härtel vor dem ersten Pflichtspiel im Jahr 2022 im heimischen Ostseestadion.

Gegner ist Freitagabend um 18.30 Uhr Hannover 96. Dieses Spiel könnte gleich ein erster Wegweiser für die kommenden Wochen werden, denn beide Teams befinden sich mit jeweils 20 Punkten in direkter Tabellennachbarschaft (Hansa ist 14./Hannover 15.).

Hansa plagen allerdings einige personelle Sorgen. Neben den Langzeitverletzten Maurice Litka und Lukas Scherff (beide im Aufbau nach Kreuzbandriss), fällt Nik Omladic (Sprunggelenk) aus. Zudem ist der Einsatz von Mittelfeldmann Hanno Behrens (Fußprobleme) fraglich. „Hanno hat große Teile der Vorbereitung nur individuell trainiert. Es könnte sein, dass es für ihn noch nicht reicht“, so Härtel.

Dieses Mal dürfte Rostock nicht unterschätzt werden

Auch für Winterneuzugang Nils Fröling wird es vermutlich für einen Startelfeinsatz nicht reichen. „Er braucht noch ein bisschen Zeit“, urteilte Härtel. Gut aber für die Rostocker, dass Top-Torjäger John Verhoek seine Gelbsperre abgesessen hat und wieder voll angreifen kann.

An das Hinspiel Ende Juli in Hannover dürfte auch der 32-Jährige gute Erinnerungen haben – Hansa gewann 3:0, Verhoek erzielte seinen zweiten Saisontreffer. Den frechen Auftritt des Zweitligaaufsteigers hat Hannvovers Coach Christoph Dabrowski als Cheftrainer selbst noch gar nicht erlebt, der 43-Jährige rückte erst Anfang Dezember auf den Trainerstuhl der 96-iger.

„Ich glaube, an dem Tag hat uns Hannover unterschätzt“, sagte Hansa-Trainer Jens Härtel: „Das wird jetzt nicht mehr der Fall sein.“ Zumal Hannover in der Winterpause mit Cedric Teuchert auch einen bundesligaerfahrenen Mann für die Offensive geholt hat.

Erstes Geisterspiel seit Mai 2021

Dabrowski sieht gute Chancen für einen erfolgreichen Einstand von Neuzugang Teuchert bei den Niedersachsen: „Ich glaube, dass er Bock hat, für 96 zu spielen und in dieser Stadt zu sein.“ Das seien gute Voraussetzungen, dass er sein Potenzial „sichtbar“ mache.

Nach längerer Verletzungspause kann Dabrowski auch auf Ron-Robert Zieler im Tor zählen. Auch Lukas Hinterseer und Hendrik Weydandt sind nach überstandener Corona-Quarantäne wieder auf dem Trainingsplatz. Und dennoch wird Hansa alles daran setzen, die ersten drei Punkte des Jahres in Rostock zu behalten – auch wenn es heute Abend im Ostseestadion zum ersten Geisterspiel seit Mai 2021 kommt.

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