FUßBALL DFB-POKAL

Hansa Rostock verpasst Überraschung beim Fan-Comeback

Der Fußball-Drittligist von der Ostseeküste verliert das Erstrundenmatch im DFB-Pokal gegen den Bundesligisten VfB Stuttgart mit 0:1. Dabei war durchaus ein mehr drin.
Sie haben zwar tapfer gekämpft, doch am Ende hat es nicht ganz gereicht: Hansas Julian Riedel (rechts) klärt vor den
Sie haben zwar tapfer gekämpft, doch am Ende hat es nicht ganz gereicht: Hansas Julian Riedel (rechts) klärt vor den Stuttgarter Roberto Massimo. Peter Krüger
Rostock.

Fußball-Drittligist Hansa Rostock ist im DFB-Pokal ausgeschieden. Die Ostseestädter verloren gegen den Bundesligisten VfB Stuttgart im heimischen Ostseestadion mit 0:1 und verpassten somit beim Fan-Comeback die große Pokal-Überraschung.

Erstmals seit der Corona-Krise durften wieder Zuschauer ins Wohnzimmer der Hanseaten, insgesamt 7500 Fans waren unter strengen Regeln dabei.

Gleich mit Beginn des Spiels nahm der Favorit aus Stuttgart das Heft des Handelns in die Hand, ließ keine Zweifel daran, dass es hier für den Underdog keinerlei Chancen für den Einzug in die zweite Runde gibt.

Underdog kam nur schwer in Tritt

Einzig und allein den neuen Rostocker Mannschaftskapitän Markus Kolke war es zu verdanken, dass die Hansa-Elf nicht schon frühzeitig in Rückstand geriet. Der FCH-Schlussmann entschärfte zwei richtig gute Stuttgarter Chancen und hielt somit seine Elf im Spiel.

Seine Vorderleute, anfangs noch recht zurückhaltend unterwegs, kamen nach knapp 20 Minuten ein wenig besser ins Spiel, trauten sich mehr zu und tauchten hin und wieder sogar vor dem Stuttgarter Kasten auf. Zuvor gab es doch so einige Unkonzentriertheiten und viele unnötige Fehlpässe.

Eine zeitlang war es sogar ein Spiel auf Augenhöhe, ehe der Erstligist kurz vor dem Halbzeitpfiff dann doch noch die 1:0-Führung bejubeln konnte. Daniel Didavi zog von der Strafraumgrenze ab, sein Schuss klatschte vom Innenpfosten direkt auf den Fuß von Silla Wamangituka, der den Ball nur noch ins leere Tor einschieben musste.

Einwechsler belebten das Hansa-Spiel

Pech für Hansa, dass Neuzugang Farrona Pulido, wenige Sekunden zuvor aus aussichtsreicher Position die eigene Führung vergab. So ging es mit einem 0:1-Rückstand in die Halbzeitpause.

Auch zu Beginn der zweiten Spielhälfte wirkte die Spielanlage der höherklassigen Stuttgarter einfach reifer, Hansa kam kaum aus der eigenen Hälfte heraus. Grund genug für Hansa-Trainer Härtel, nach einer knappen gespielten Stunde mit Pascal Breier und Maurice Litka zwei frische Offensivkräfte einzuwechseln.

Und siehe da: Hansa wurde nun bissiger, vor allem der quirlige Litka belebte das Rostocker Spiel. In der 62. Minute dann die Riesenchance zum Ausgleich. Nach einem katastrophalen Fehlpass der Stuttgarter Hintermannschaft tauchte John Verhoek mutterseelenallein vor VfB-Keeper Gregor Kobel auf, doch der Gäste-Schlussmann blieb der Sieger in diesem Duell.

Nun aber waren die Hausherren hellwach und die 7500 Zuschauer im Ostseestadion ohnehin. Doch bis auf ein Handspiel im Stuttgarter Strafraum in der Nachspielzeit und das laute Fordern nach einem Handstrafstoß sollte nicht mehr viel passieren.

 

Hansa spielte mit: Kolke – Riedel, Roßbach, Neidhart, Butzen (ab 74. Engelhardt) – Scherff, Farrona Pulido (ab 57. Breier, Löhmannsröben (ab 82. Herzog), Bahn, Vollmann (ab 57. Breier) – Verhoek (ab 74. Rother)

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