3. LIGA IM AUFSTIEGSFIEBER

Hansa Rostock vor dem Alles-oder-Nichts-Spiel

Nach den letzten beiden Unentschieden müssen die Drittligafußballer von Trainer Jens Härtel ihr Auswärtsspiel in Würzburg unbedingt gewinnen. Doch das wird nicht einfach.
Gemeinsam wollen die Hansa-Kicker Mirnes Pepic (links) und Nils Butzen (rechts) auch in Würzburg die Punkte sichern.
Gemeinsam wollen die Hansa-Kicker Mirnes Pepic (links) und Nils Butzen (rechts) auch in Würzburg die Punkte sichern. Peter Krüger
Würzburg.

Jens Härtel, Trainer des Fußball-Drittligisten Hansa Rostock, redet gar nicht lange um den heißen Brei. Für ihn ist das Match bei den Würzburger Kickers (Samstag um 14 Uhr) ein „Endspiel“.

Eines, das „unbedingt gewonnen werden muss“. In der Tat. Nach zuletzt zwei Unentschieden in Folge haben die Hanseaten als Tabellensechster mittlerweile vier Punkte Rückstand auf einen direkten Aufstiegsplatz.

Und genau den haben die Würzburger als Tabellendritter im Moment inne. Ein Sieg für die Elf von Jens Härtel ist also Pflicht – ein Remis oder gar eine Niederlage sind komplett verboten. Denn nach dem Spiel in Würzburg stehen nur noch zwei Spieltage auf dem Restprogramm.

Starke Mannschaft mit starker Offensive

Um den Aufstiegstraum weiterleben zu können, darf es keine Ausrutscher mehr geben. Doch einfach wird es bei den Kickers beileibe nicht. Ebenso wie Hansa, sind auch sie in den letzten sechs Spielen ungeschlagen und haben sich dank einer beeindruckenden Serie nach der Corona-Pause immer weiter nach oben gearbeitet.

Härtel spricht von einer „starken Mannschaft, in der die Abläufe stimmen. Sie haben drei, vier Leute dabei, die dem Spiel wichtige und entscheidende Impulse geben können“. Vor allem die Offensive um Kaufmann und Co. habe es in sich.

Personelle Fragezeichen

Doch Härtel ist optimistisch: „Wir wissen, dass wir in der Lage sind, in der Dritten Liga jeden Gegner schlagen zu können.“ Personell nimmt der 51-Jährige jedoch einige Fragezeichen mit nach Würzburg. Neben Nico Granatowski, der definitiv fehlen wird, drohen auch Aaron Opoku und John Verhoek auszufallen.

Beide haben sich im Lautern-Spiel kleinere Verletzungen zugezogen, die eine letzte Einsatzprognose erst kurz vor dem Spiel zulassen. Doch der Hansa-Kader ist breit und gut aufgestellt – das war in den vergangenen Wochen deutlich zu sehen.

Kapitän spürt vor dem Spiel keinen Druck

Eines ist jedoch unwahrscheinlich, und das ist der Einsatz eines Akteurs ohne wirkliche Spielpraxis. So schließt Härtel aus, das Spieler wie Erik Engelhardt, Nico Rieble oder eben auch der Neubrandenburger Oliver Daedlow sich Hoffnungen auf Einsatzminuten machen können.

„Wir brauchen in dieser Phase Spieler, die einen gewissen Rhythmus haben und es eben gewohnt sind, alle paar Tage auf dem Spielfeld zu stehen. Da können wir uns jetzt keine Experimente erlauben.“

Positives Gefühl und kühler Kopf

Die Spieler jedoch, die letztendlich auf dem Feld stehen werden, machen sich aber nach außen keinen großen Druck. Kapitän Julian Riedel schiebt dieses böse Wort sogar ganz weit von sich weg: „Wir haben gar keinen Druck. Den sehe ich eher bei Mannschaften, die um den Klassenerhalt oder sogar um ihre Existenz spielen. Wir können doch etwas Schönes erreichen und darum sollten wir eben mit einem positiven Gefühl in die Partie gehen“.

Ähnlich sieht es sein Torhüter Markus Kolke. „Wir müssen einen kühlen Kopf bewahren und uns nicht so viel Gedanken machen. Und dann einfach alles raushauen.“ Im Idealfall reicht es am Ende dann sogar für einen Sieg in diesem „Alles-oder-Nichts-Spiel.“

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