Hansa-Trainer Jens Härtel hat einige Personalprobleme.
Hansa-Trainer Jens Härtel hat einige Personalprobleme. Danny Gohlke
2. Bundesliga

Hansa-Trainer bleibt trotz Corona-Sorgen gelassen

Die Rostocker treten am Samstag bei der drittbesten Rückrunden-Mannschaften der 2. Bundesliga an – mit einigen Personalproblemen.
Rostock

Trotz Corona-Alarm geht Fußball-Zweitligist FC Hansa Rostock die Auswärtspartie gegen den SV Sandhausen mit norddeutscher Gelassenheit an. Trainer Jens Härtel muss bei der Partie am Samstag (13.30 Uhr/Sky) gleich auf sechs Spieler verzichten, die mit dem Coronavirus infiziert sind. Dazu kommen zwei Infizierte aus dem Mitarbeiterstab sowie ein Verdachtsfall.

„Es tut weh, dass diese Spieler fehlen werden. Aber wir müssen unseren Fokus auf das Spiel legen”, so der Cheftrainer und fügte hinzu: „Ich habe da keine Sorgenfalten. Wir haben einen großen Kader, das hilft uns derzeit sehr.” Um wen es sich bei den Fußballern im Quarantänemodus handelt, wollte er nicht sagen: „Wir möchten dem Gegner ja nicht in die Karten spielen.” Nach Angaben des Clubs haben die Kicker aber keine oder nur leichte Symptome.

In Sandhausen nicht dabei sind zudem Nico Neidhart, der noch nicht freigetestet ist, Calogero Rizzuto (10. Gelbe Karte) sowie Stürmer Nils Fröling. Er zog sich im Training eine Innenbandverletzung im Knie zu. „Bei Nils wissen wir nicht, wie lange das dauern wird”, sagte Härtel. Zur Verfügung steht aber wieder Lukas Fröde nach seiner Corona-Infektion.

In Sandhausen wollen die Hanseaten versuchen, ihre Mini-Serie von zwei Siegen in Folge auszubauen. „Drei Punkte würden uns gut zu Gesicht stehen”, sagte der Trainer. Dass seine Jungs nach den zwei spektakulären Siegen zuletzt auf Schalke und gegen Kiel eventuell zu euphorisch an die Aufgabe in Sandhausen herangehen, glaubt er indes nicht: „Ich sehe da nicht die Gefahr, dass die Jungs überdrehen.”

Sandhausen ist seit sieben Spielen ungeschlagen

Auch nur eine klitzekleine Portion Überheblichkeit – das könnte in Sandhausen böse enden. Die Gastgeber sind seit mittlerweile sieben Punktspielen ungeschlagen. „Sandhausen hat sein Defensivverhalten deutlich verbessert und will den Lauf fortsetzen. Es ist die drittbeste Rückrundenmannschaft. Mit Halbgas werden wir da nicht zum Erfolg kommen”, sagte Jens Härtel und fügte hinzu: „Aber jede Serie reißt mal.”

Trotz der Serie steckt Sandhausen als 15. (30 Punkte) weiter mitten im Abstiegskampf, hat nur drei Zähler Vorsprung auf den Relegationsrang. „Die Tabelle ist unglaublich eng. Die Konkurrenz punktet ebenfalls. Es war wichtig, so eine Serie zu starten, um jetzt da zu sein, wo wir sind”, sagte SVS-Trainer Alois Schwartz der Rhein-Neckar-Zeitung. Vom Ausbau dieser Serie will er vor dem Duell gegen Hansa Rostock nichts wissen: „Wichtig ist, dass wir Punkte sammeln.”

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