ABSCHIED

Greg Hancock verlässt die Speedway-Bühne

Einer der größten Stars des Bahnsports beendet seine Karriere. Der US-Amerikaner fuhr auch in Teterow.
Greg Hancock stand bei Grand-Prix-Rennen, hier 2014 in Torun, oft auf dem Podium.
Greg Hancock stand bei Grand-Prix-Rennen, hier 2014 in Torun, oft auf dem Podium. Tytus Zmijewski
In seiner Karriere gewann Greg Hancock (vorn) 21 Speedway-Grand-Prix-Rennen.
In seiner Karriere gewann Greg Hancock (vorn) 21 Speedway-Grand-Prix-Rennen. Lech Muszynski
Teterow.

Die Nachricht kam nicht überraschend. Der 49-jährige US-Amerikaner Greg Hancock beendet seine außergewöhnliche Speedwaykarriere. Schon 2019 sagte der vierfache Weltmeister auf Grund einer Krankheit seiner Frau die Teilnahme an der Weltmeisterschaft ab. Nun ist es Gewissheit: Der Profi hängt seinen Stahlschuh an den Nagel und will sich zukünftig um seine Familie kümmern.

„Das letzte Jahr, in dem ich mich um meine Frau und meine Familie gekümmert habe, hat das Leben in vielerlei Hinsicht verändert und es in eine neue Perspektive gerückt. Ich bin mit meiner Karriere zufrieden und glaube, es ist Zeit, ein neues Kapitel aufzuschlagen”, sagte Hancock.

„Herbie”, so sein Spitzname, begann 1979 als Junior mit dem Motorsport. Zum Beruf machte er sein Hobby im Jahr 1987. Hankock verdiente in all den Jahren sein Geld in verschiedenen europäischen Ligen, vor allem in Polen und Schweden. Viermal konnte sich der bei den Fans sehr beliebte Gregory Alan, so sein richtiger Vorname, die weltmeisterliche Speedwaykrone aufsetzen, letztmalig im Jahr 2016.

Hancock erreichte 92 Mal ein Grand-Prix-Finale

Mit seinem Team wurde Hancock dreimal Weltmeister. Als 2002 das Teterower Speedwaystadion eröffnet wurde, war auch der Amerikaner dabei und belegte den zweiten Platz. Eines ist sicher: Der „Speedway-Oldie” (kein Fahrer fährt derzeit mit 49 Jahren im Grand-Prix) wird nicht nur den Zuschauern auf den Speedwaybühnen dieser Welt fehlen. Hancock war seit Bestehen der Grand-Prix-Serie im Jahr 1995 dabei. Er stand 21 Mal ganz oben auf dem Podium, gewann 455 Läufe, qualifizierte sich 92 Mal fürs Finale und erfuhr in seiner Karriere 2655 Punkte.

Den freigewordenen Grand-Prix-Platz nimmt voraussichtlich der Olchinger Martin Smolinski ein, der als erster Nachrücker auf der Liste steht. Bestätigt wurde sein Einsatz offiziell noch nicht. Der Speedwayprofi stand 2014 schon einmal in den Starterlisten der Grand-Prix-Serie und gewann überraschend den Neuseeland-Grand-Prix.

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