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Hoeneß kommt Ende Februar auf Bewährung frei

Wegen Steuerhinterziehung in zweistelliger Millionenhöhe war Uli Hoeneß zu 42 Monaten Haft verurteilt worden - nach 21 davon kann er das Gefängnis als freier Mann verlassen.

Der ehemalige Präsident des Fußball-Bundesligisten FC Bayern München, Uli Hoeneß, hat gut lachen. Er kann vorzeitig das Gefängnis verlassen.
Andreas Gebert Der ehemalige Präsident des Fußball-Bundesligisten FC Bayern München, Uli Hoeneß, hat gut lachen. Er kann vorzeitig das Gefängnis verlassen.

Der ehemalige FC Bayern-Präsident Uli Hoeneß wird vorzeitig aus der Haft entlassen. Die restliche Strafe werde zum 29. Februar 2016 zur Bewährung ausgesetzt, entschied die zuständige Strafvollstreckungskammer des Landgerichts Augsburg am Montag. Bei der Entscheidung seien unter anderem die Persönlichkeit von Hoeneß, sein Vorleben, die Umstände der Tat und das Verhalten des 64-Jährigen in der Haftzeit gewürdigt worden, sagte Gerichtssprecher Claus Pätzel. Die Kammer habe betont, "dass der Verurteilte trotz seiner Position stets bereit gewesen sei, sich in die Gefangenengemeinschaft zu integrieren". Bei seinen zahlreichen Ausgängen sei es zu keinen Beanstandungen gekommen.

Hoeneß war in München wegen Steuerhinterziehung von 28,5 Millionen Euro zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt worden und hatte seine Strafe am 2. Juni 2014 angetreten. Den Schaden habe der ehemalige FC-Bayern-Chef durch Zahlungen in Höhe von mindestens 43 Millionen Euro wieder gutgemacht, sagte Pätzel. Die Bewährungszeit wurde auf drei Jahre festgelegt. Zunächst hatte die "Sport Bild" über die Entscheidung des Gerichts berichtet.