Kommentar

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Ist der DFB-Chef noch zu retten?

DFB-Präsident Reinhard Grindel setzt in der Debatte um Ex-Nationalspieler Mesut Özil auf Hilfe von außen. 
DFB-Präsident Reinhard Grindel setzt in der Debatte um Ex-Nationalspieler Mesut Özil auf Hilfe von außen.
Sina Schuldt

Der DFB holt sich Hilfe von jener PR-Agentur, die auch schon VW im Diesel-Skandal beraten hat. Kann das gut gehen, fragt sich unser Kommentator.

Auch das noch: Das schlingernde DFB-Schiff holt einen zusätzlichen Lotsen an Bord – eine PR-Agentur soll Grindel und Co. durch die schwere Özil-See steuern. Dass jene PR-Agentur unter anderem den Volkswagen-Konzern im Diesel-Skandal beraten hat, lässt nichts Gutes ahnen. Zumal der DFB mit externer Hilfe zuletzt schlechte Erfahrungen gemacht hat. Als vor Jahren Vorwürfe aufkamen, die DFB-Spitze sei im Zuge des Sommermärchens 2006 in eine Korruptions-Affäre verwickelt, beauftragte der DFB die Freshfield-Kanzlei mit der Aufklärung. Ergebnis: Außer Spesen nichts gewesen. Die Freshfield-Aktion war eine teure Luftnummer.

Dass der DFB mit einer seit Jahrzehnten millionenschweren Kommunikations- und PR-Abteilung im eigenen Haus zum wiederholten Mal Schiffbruch erleidet, sollte den Steuermännern zu denken geben – und nicht nur das: Die DFB-Spitze sollte die Kommandobrücke räumen – und die neue Führung nach Kompetenz aussuchen. Und nicht nach Verbandsproporz, persönlichen Eitelkeiten und Möchtegern-Präsidenten. Herr Grindel, retten Sie den DFB, gehen Sie von Bord und im heimischen Rotenburg in der Wümme baden!

Kommentare (2)

... beim DFB. Löw und Bierhoff können und sollten gleich mitgehen. So erspart sich Deutschland den vorprogrammierten, gruseligen Fußball-Herbst 2018.

Zu Recht - das viel grosser Problem unsere Regierung lasst man weiter kuengeln und misswirtschaften - Viel Spass in der Zukunft