UMFRAGE

Jeder Dritte will Özil und Gündogan nicht im WM-Kader

Das Foto mit dem türkischen Präsidenten Erdogan hat Mesut Özil und Ilkay Gündogan viel Ärger gemacht. Bei Fußball-Fans wackelt die Beliebtheit der DFB-Spieler.
dpa
Recep Tayyip Erdogan, Staatspräsident der Türkei, steht zusammen mit den deutschen nationalspielern Fußballspielern Ilkay Gündogan undMesut Özil (v.l.).
Recep Tayyip Erdogan, Staatspräsident der Türkei, steht zusammen mit den deutschen nationalspielern Fußballspielern Ilkay Gündogan undMesut Özil (v.l.). Uncredited
Berlin.

Nach den gemeinsamen Fotos mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan würde mehr als ein Drittel der Deutschen (36 Prozent) die Nationalspieler Mesut Özil und Ilkay Gündogan aus dem deutschen WM-Kader streichen. Das ergab eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Emnid für die „Welt”. Mehr als die Hälfte der Befragten (57 Prozent) hielten dies allerdings für unnötig. Özil und Gündogan hatten Erdogan bei einem Termin in London am Sonntag Trikots ihrer Vereine FC Arsenal und Manchester City überreicht.

Bei der Nordkurier-Umfrage zum deutschen WM-Aufgebot votierten knapp zwei Drittel der Teilnehmer für die Streichung von Özil oder Gündogan aus dem Kader von Bundestrainer Joachim Löw. Auch die Leserbriefe zu dem Thema sprechen eine klare Sprache, die Mehrzahl können die Aktion von Özil und Gündogan nicht nachvollziehen.

70 Prozent halten Erdogan-Treffen für "völlig inakzeptabel"

Mehrere deutsche Politiker und Sportfunktionäre hatten die von Erdogans Partei veröffentlichten Bilder heftig kritisiert. Am Dienstag hatte Bundestrainer Joachim Löw die beiden Spieler in den vorläufigen Kader berufen. Auf die Frage, ob er über einen WM-Rauswurf nachgedacht habe, sagte er nur: „Selbstverständlich nicht. Daran habe ich nicht gedacht. Zu keiner Sekunde!”

Eine Civey-Umfrage im Auftrag des Nachrichtenportals „t-online.de” hatte am Dienstag ergeben, dass knapp 70 Prozent der Deutschen das Treffen der Fußballer mit dem Politiker für „völlig inakzeptabel” halten. Nur gut sechs Prozent bewerteten das Treffen als „völlig” oder „eher” akzeptabel.

Doch ist das Foto mit Erdogan wirklich so schlimm? Einen Kommentar dazu lesen Sie hier.

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