PLÖTZLICH FLOGEN STÜHLE

Kicker von Dynamo Dresden wütet gegen die DFL

Nach der 0:2-Niederlage in Kiel und den kaum noch zu verhindernden Zweitligaabstieg sind dem Dresdner Fußballer Chris Löwe die Sicherungen durchgebrannt.
Dynamos Chris Löwe wirft nach der Niederlage in Kiel wütend einen Stuhl um sich.
Dynamos Chris Löwe wirft nach der Niederlage in Kiel wütend einen Stuhl um sich. ROBERT MICHAEL
Kiel ·

Nur Sekunden nach der 0:2-Niederlage bei Holstein Kiel sind Chris Löwe, Fußballprofi von Dynamo Dresden, die Sicherungen durchgebrannt. Erst warf er am Spielfeldrand mit Stühlen um sich, später entlud er seine Wut vor den Mikrofonen. Grund dafür der kaum noch zu verhindernde Abstieg in die 3. Liga. Doch da steckte noch mehr dahinter: Dynamo musste zuletzt sieben Partien in nur 19 Tagen bestreiten.

Dynamo hatte den Kampf gegen den Abstieg nach der Corona-Pause unter extrem schweren Bedingungen aufgenommen: Wegen positiver Fälle und einer Mannschafts-Quarantäne vor dem Restart muss Dresden seine Spiele in besonders kurzer Folge bestreiten. In sieben Partien verlor das Team bei nur einem Sieg fünfmal.

„Wir bezahlen für den ganzen Scheiß”

„Wir reißen uns alle drei Tage den Arsch auf und baden das aus”, schimpfte er bei Sky über den für Dresden seit dem Restart besonders engen Spielplan.

Mit Blick auf die Deutsche Fußball Liga (DFL) und Geschäftsführer Christian Seifert fügte er unter Tränen an: „Glauben Sie ehrlich, dass einer von denen in der DFL sich eine einzige Sekunde Gedanken macht, was bei uns in den Köpfen vorgeht? Das ist denen alles scheißegal. Wir sind am Ende die, die den Preis bezahlen für den ganzen Scheiß. Diese Leute sitzen in ihren 5000 Euro teuren Bürostühlen und entscheiden über unsere Köpfe hinweg.”

Der Dresdner Rückstand auf Relegationsrang 16 und den Karlsruher SC beträgt bei noch zwei ausstehenden Spielen fünf Punkte.

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