INTERNATIONALES KUGELSTOßMEETING

Kugelstoßerin Schwanitz siegt auf Rügen mit Jahresweltbestleistung

Großer Bahnhof in einer kleinen Sassnitzer Sporthalle. Welt- und Europameister gingen beim Internationalen Kugelstoßmeeting an den Start. Während die ehemalige Weltmeisterin einen Rekord aufstellte, überzeugte auch eine Neubrandenburgerin.
Peter Krüger Peter Krüger
Ex-Weltmeisterin Christina Schwanitz gewann in Sassnitz mit Jahresweltbestleistung.
Ex-Weltmeisterin Christina Schwanitz gewann in Sassnitz mit Jahresweltbestleistung. Peter Krüger
Sassnitz.

„Weltklasse in Sassnitz“ – die Werbebotschaft für das 20. Internationale Kugelstoßmeeting auf der Insel Rügen war nicht ohne. Und letztendlich auch keineswegs überzogen. Denn mit Christina Schwanitz und David Storl gingen immerhin zwei Athleten an den Start, die in ihrer Karriere schon so einige Europameister- oder sogar Weltmeistertitel feiern konnten.

Am Ende des Meetings standen auch genau diese beiden – ohnehin als Favoriten gehandelt – auf dem Siegertreppchen ganz oben. Während Storl, der erst in den frühen Morgenstunden von einem Wettkampf aus Madrid nach Deutschland zurückkehrte, ein wenig übermüdet mit gestoßenen 20,31 Metern die Konkurrenz in den Schatten stellte, haute Schwanitz in ihrem letzten Versuch mal so richtig einen raus.

Bundestrainer war zufrieden

Mit 19,31 Meter stieß die 33-Jährige immerhin Jahresweltbestleistung. „Mit dieser Weite sollte mein Trainer schon halbwegs zufrieden sein“, scherzte Schwanitz. Bundestrainer Sven Lang war es. „Natürlich ist diese Weite super“, sagte Lang zufrieden, doch am meisten freute er sich an diesem Tag über die zweitplatzierte Katharina Maisch.

„Sie hat mit 17,77 die EM-Norm gestoßen – das ist klasse.“ Der Bundestrainer hatte an diesem Nachmittag alle drei deutschen Starterinnen mehr oder weniger gecoacht. Eine von ihnen war auch Janika Baarck, Mehrkämpferin vom SC Neubrandenburg. Sie wurde mit einer Weite von 14,88 Meter Fünfte und zeigte sich vollends zufrieden.

„Mein Ziel war und ist es, konstant über die 14 Meter zu stoßen – das hat super geklappt“, freute sich Baarck, die erst in der Vorwoche im sächsischen Rochlitz ihre Bestmarke auf 15,03 schraubte. Auch Bundestrainer Lang war begeistert. „Für eine Mehrkämpferin ist dieser Wert schon famos.“

Neben Baarck traten in Sassnitz noch zwei weitere SCN-Athleten an. Doch zeigten sich Franca Gelbhaar und Claudio Stoessel mit ihren Weiten nicht ganz so zufrieden, wie es doch Baarck, Schwanitz oder auch Trainer Lang taten.

Stars wollen wiederkommen

„Ich hatte zuletzt mit einer Verletzung zu kämpfen, doch mehr als die erzielten 16,95 wollte ich natürlich schon stoßen“, gibt Stoessel zu. Und auch Gelbhaar hatte ihr selbst gesetztes Ziel, „doch über 14,50 zu stoßen“, verfehlt.
Für die Neubrandenburgerin reichte es an diesem Tag nur zu einer Weite von 14,24.

So blieb die Jahresweltbestleistung von Schwanitz am Ende natürlich das Highlight des Meetings. Eine Veranstaltung, die auch im kommenden Jahr wieder mit der Teilnahme der beiden Top-Athleten rechnen kann, wenn es dann wieder heißt: „Weltklasse in Sassnitz“.

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