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Nach Krimi am Bergisel der Gesamtsieg fast vergeben

Der Deutsche Severin Freund zeigte auch in Runde drei der Vierschanzentournee eine Klasseleistung, muss aber vor dem Finale den Gesamtsieg wohl abschreiben.
Der Deutsche Severin Freund zeigte auch in Runde drei der Vierschanzentournee eine Klasseleistung, muss aber vor dem Finale den Gesamtsieg wohl abschreiben.
Fredrik von Erichsen

Severin Freund lieferte auch beim dritten Tournee-Wettbewerb eine famose Leistung ab - und musste doch wieder Peter Prevc den Vortritt lassen. Der Slowene Prevc steht nach seinem zweiten Tageserfolg dicht vor dem Gesamtsieg.

Severin Freund bestieg lächelnd zum ersten Mal in seiner Karriere das Podest am Bergisel, doch auch dieses Mal musste Deutschlands Topspringer zu seinem überragenden Rivalen Peter Prevc aufblicken. Mit einer grandiosen Flugshow feierte der Slowene am Sonntag in Innsbruck vor Freund seinen zweiten Sieg bei der 64. Vierschanzentournee und geht mit einem satten Polster von fast 20 Punkten auf den Weltmeister in das Finale in Bischofshofen.

„Er macht das schon extrem souverän und ist im Moment einen Tick besser“, lobte Freund nach einem erneut dramatischen Duell seinen Rivalen. „Sein Vorsprung ist schon sehr komfortabel. Um die Tournee zu gewinnen, braucht es jetzt ein Wunder. Oder ein Unglück. Aber das wünsche ich keinem“, sagte der Bayer.

Nicht nur der Vorsprung, sondern auch die Statistik spricht vor dem letzten Wettbewerb an diesem Mittwoch für den überragenden Slowenen: In den vergangenen zehn Jahren triumphierte der Führende nach drei Wettbewerben auch am Ende.

„Ich denke, ich kann auf diesem Level weitermachen“, sagte der Weltcup-Spitzenreiter. „Es ist natürlich gut für mich, einen Vorsprung zu haben. Aber es wird hart in Bischofshofen. Bis dahin hat noch keiner etwas gewonnen. Ich muss konzentriert bleiben.“

Nach Sprüngen auf 122,5 und 128 Meter lag Freund 11,1 Punkte hinter Prevc, der auf 125 und 132 Meter kam. „Es gibt im Moment einfach einen besseren Springer als Severin - das ist Prevc. Er ist ein fantastischer Sportler“, lobte Bundestrainer Werner Schuster.

Der erlebte einmal mehr eine geschlossene Teamleistung. Andreas Wellinger kam als Sechster zu seinem besten Saisonergebnis. Andreas Wank auf Platz neun und Richard Freitag als Zehnter komplettierten das gute Abschneiden.