DUATHLON

Nach Radsturz stürmt Neubrandenburger zum Meistertitel

Die Triathleten des Sportclub Neubrandenburg wollten eine Medaille bei den Duathlon-Titelkämpfen in Halle. Die Ausbeute war am Ende größer als erwartet.
Hannes Venter zeigte in Halle/Saale großen Kampfgeist.
Hannes Venter zeigte in Halle/Saale großen Kampfgeist. Katja Gonschorek
Halle ·

Was für ein Saisonabschluss für die Triathlon-Abteilung des SC Neubrandenburg: Bei den Deutschen Nachwuchs-Meisterschaften im Duathlon in Halle/Saale holte sich Hannes Venter überraschend den Titel in der Jugend A. Der 17-Jährige zeigte dabei über die Distanz von fünf Kilometer Laufen, 21 Kilometer Rad fahren und zwei Kilometer Laufen unglaubliche Willensstärke. Halle/Saale.

Nach einem bescheidenen ersten Wechsel stürzte er in der letzten Radrunde auch noch, als er in einer Kurve wegrutschte. Mit einigen Schürfwunden und einem zerschredderten Rennanzug nahm der SCN-Youngster den letzten Abschnitt in Angriff – und wie. „Hannes ist dann mit viel Adrenalin noch nach vorn gelaufen. Das war eine große kämpferische Leistung”, lobte Frank Heimerdinger, Leiter des Sichtungsstützpunktes der Deutschen Triathlon Union (DTU) in Neubrandenburg. Am Ende setzte sich Venter in 58:32,2 Minuten vor Julius Laudage (RSG Montabaur, 58:42,5) und Aaron Hüter (Triathlon Jena, 58:47,8) durch. „Nach einer Verletzung und viel Pech bei den Deutschen Triathlon-Meisterschaften in Jena ist dieser Titel für Hannes ein schöner Saisonabschluss”, sagte Heimerdinger.

O'nel Venter holte eine Bronzemdaille

Chris-Marvin Scheffler als Siebter (59:27,3) und Yoram Hübl auf Rang 17 (1:02,49) rundeten den guten Auftritt der Neubrandenburger in der Jugend A ab. Die zweite Medaille für den Sportclub ging ebenfalls an eine Triathletin aus der Familie Venter. O‘nel Venter belegte in der Jugend B den dritten Platz und musste in 35:38,3 Minuten lediglich Naja Eschler (Triathlonverein Dresden, 34:14,0) und Lena Wichmann (SG Büdelsdorf, 33:53,3) den Vortritt lassen.

Allerdings, verdeutliche Heimerdinger, habe sein Schützling unter der kurzfristig geänderten Startprozedur gelitten. Weil in Sachsen-Anhalt die Coronainzidenzen gestiegen seien, haben die Veranstalter die Sportler in zwei Wellen starten lassen. „Das war nicht hundertprozentig regelkonform, dadurch war die Chancengleichheit infrage gestellt”, so Frank Heimerdinger. O‘nel Venter und auch Jette Gonschorek, die am Ende 15. wurde (38:53,5), seien in der zweiten Welle gewesen. „Sie sind zwar nur 15 Sekunden später gestartet, aber bei diesen kurzen Distanzen ist es schwer, das noch zuzulaufen. O‘nel hatte keine Radgruppe, war allein auf der Strecke. Sie hätte um den Titel mitgekämpft, zumal sie mit den beiden Mädchen vor ihr läuferisch auf einem Level ist”, sagte er.

In Jena gab es zuvor vier Medaillen für den SCN

Der Neubrandenburger Stützpunktleiter zog dennoch ein positives Fazit nach der nationalen Duathlon-Ausscheidung in Sachsen-Anhalt. „Unser Ziel war es, eine Medaille mit nach Hause zu bringen, jetzt sind es sogar zwei geworden”, sagte Heimerdinger.

Für den Neubrandenburger Triathlon-Nachwuchs ist die Saison damit Geschichte. Trotz einiger Coronahürden war es am Ende ein erfolgreiches Jahr für den SCN. Bei den Deutschen Nachwuchsmeisterschaften in Jena holte der Club insgesamt vier Medaillen.

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