Bundesstützpunkt

Neubrandenburgs Leistungssportler können aufatmen

Das lange Zittern ist (vorerst) vorbei: Das Bundesinnenministerium in Berlin hat seine Leistungssport-Planungen überarbeitet. Beim SCN herrscht Erleichterung.
Kugelstoßer Ole Mehlberg gehört zu den vielen jungen Sportlern beim SC Neubrandenburg, die nun ein wenig mehr Siche
Kugelstoßer Ole Mehlberg gehört zu den vielen jungen Sportlern beim SC Neubrandenburg, die nun ein wenig mehr Sicherheit für die nächsten Jahre haben. Thomas Krause
Neubrandenburg

Der Leistungssport in Mecklenburg-Vorpommern bekommt noch mehr Planungssicherheit. Anfang Juni hatte das Bundesinnenministerium (BMI) erst mitgeteilt, dass die Bundesstützpunkte in MV bis 2022 erhalten bleiben. Jetzt legte die Berliner Behörde noch einmal nach. Nach Angaben einer Sprecherin des BMI bleiben die großen Trainingszentren in MV nun sogar bis 2024 als Bundesstützpunkte bestehen. Dazu gehören in Mecklenburg-Vorpommern die Stützpunkte Segeln und Wasserspringen in Rostock, Kanu und Leichtathletik in Neubrandenburg sowie Radsport in Schwerin.

Im März hatten sich der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) und das BMI darauf verständigt, dass für die Weiterführung der 70 bis Ende 2020 anerkannten Bundesstützpunkte in Deutschland kein gesondertes Antragsverfahren durchgeführt wird, sondern in einem abgekürzten Verfahren über die Anerkennung über 2020 hinaus entschieden werden soll. Vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie und der daraus resultierenden Verschiebung der Olympischen Spiele in Tokio in das Jahr 2021 wurde der Anerkennungszeitraum dieser Bundesstützpunkte ohne vertiefte Prüfung dann bis zum 31. Dezember 2022 verlängert.

Die Triathleten verlieren ihren Status

Nun, so die Sprecherin, hätten das Bundesinnenministerium und der DOSB erneut über die Auswirkungen der Corona-Pandemie diskutiert. „Als Ergebnis wurde vereinbart, dass zur Schaffung einer langfristigeren Planungssicherheit die Bundesstützpunkte des Olympischen Sommersports dem Olympiazyklus entsprechend nunmehr bis zum Ende 2024 und die Bundesstützpunkte des Olympischen Wintersports bis Ende 2022 weiterhin ohne vertiefte Prüfung anerkannt werden”, sagte sie.

Damit verbunden sei eine perspektivische Überprüfung der Bundesstützpunkte im Olympischen Sommersport im Jahr 2022, bei der der Nachweis einer positiven Entwicklung, insbesondere in Bezug auf die dort regelmäßig trainierenden Athletinnen und Athleten, zu erbringen sei. Der Bundesstützpunkt Triathlon in Neubrandenburg wird nicht über das Jahr 2020 hinaus verlängert.

Beim SCN hofft man nun auf einen neuen Trainer

Beim SC Neubrandenburg nahm man die neue Entwicklung positiv auf. „Das ist schön und richtig so. Jetzt haben alle, Trainer und Athleten, einfach wieder mehr Sicherheit”, sagte SCN-Sportwartin Astrid Kumbernuss. Wegen der ungewissen Zukunft sei es in den vergangenen Monaten doch schon unruhig gewesen, weil niemand gewusst habe, in welche Richtung es gehe. Die Verlängerung bis 2024 werde dem SCN auch helfen, die seit Monaten freie Trainerstelle bei den Leichtathleten besetzen zu können. „Es ist schwer, einen Trainer zu finden, der nach zwei Jahren wieder gehen muss”, sagte sie.

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