SAISONBILANZ

Neubrandenburger Triathleten zwischen Glück und Enttäuschung

Die Dreikämpfer vom SCN haben eine lange Saison hinter sich. Die Bilanz fiel positiv aus. Es gab aber auch harte Momente.
Lena Meißner, Franziska Jeschke, O'nel Venter, Emilia Dimmer, Charlotte Funk, Lisa Heisig und Till Kramp (von links
Lena Meißner, Franziska Jeschke, O'nel Venter, Emilia Dimmer, Charlotte Funk, Lisa Heisig und Till Kramp (von links) gehören zum neu.sw-Team. Thomas Krause
Neubrandenburg ·

Das Pflichtprogramm am Ende einer langen Saison haben die sieben Sportler aus der Triathlon-Abteilung des SC Neubrandenburg dann auch noch bestens gemeistert. Der Anlass war ja auch ein schöner: Lena Meißner, Till Kramp, Lisa Heisig, O'nel Venter, Franziska Jeschke, Emilia Dimmer und Charlotte Funk wurden in das neue neu.sw-Team berufen. Die Athleten dürfen sich im nächsten Jahr über eine erweiterte Förderung freuen: Dazu zählen Trainings- und Wettkampfausrüstung sowie eine finanzielle Unterstützung.

Bei der Veranstaltung mit Sponsoren und Förderern des Triathlon-Sports, bei der auch Oberbürgermeister Silvio Witt (parteilos) zu Gast war, zog Frank Heimerdinger, Chef des Sichtungsstützpunktes der Deutschen Triathlon Union (DTU) in Neubrandenburg, insgesamt eine positive Saisonbilanz: „Ich denke, dass wir das Tal, das wir 2017, 2018 durchschritten haben, überwunden haben.” Vier Medaillen bei den Deutschen Nachwuchs-Meisterschaften, zweimal Edelmetall bei den Duathlon-Titelkämpfen sowie die Teilnahme Till Kramps an der Junioren-Europameisterschaft könnten sich sehen lassen. Als „absoluten Glücksgriff” bezeichnete Heimerdinger die Verpflichtung von Till Winkel als dritten Trainer in Neubrandenburg. „Damit sind wir jetzt sehr gut aufgestellt”, so der Chefcoach.

Allerdings habe es in den vergangenen Monaten auch einige „harte Momente” gegeben. Frank Heimerdinger nannte dabei zuerst Lena Meißner, Aushängeschild der SCN-Triathleten. Die 23-Jährige, die in Saarbücken trainiert, verpasste lediglich um 13 Sekunden die Teilnahme an den Olympischen Spielen in Tokio. „Das war wirklich hart, aber ich habe Lena gesagt, sie müsse das Positive daraus ziehen. Es war nur eine Athletin vor ihr, aber ganz viele dahinter”, so Heimerdinger.

Till Kramp verpasste die WM nur ganz knapp

Auch Till Kramp verpasste seinen Saisonhöhepunkt nur hauchdünn – die Teilnahme an der Junioren-Weltmeisterschaft, die inzwischen von den Bermudas nach Abu Dhabi verlegt wurde. Bei den Deutschen Meisterschaften hätte der 19-Jährige Dritter werden müssen, um sicher dabei zu sein. Am Ende rannte Till Kramp auf Rang vier. „Das war sehr bitter für Till, und das kann einen schon runterziehen”, sagte der Stützpunktleiter und kündigte an, dass man aber für die neue Saison bereits einen Plan habe: „Till hat noch lange nicht fertig.”

Ein Dankeschön richtete Heimerdinger an die Club-Unterstützer: „Es waren schwere eineinhalb Jahre. Umso bemerkenswerter ist es, dass alle Sponsoren während der Pandemie zu uns gehalten haben.”

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