Lena Meißner (links) und Nina Eim trumpften in Polen auf.
Lena Meißner (links) und Nina Eim trumpften in Polen auf. Sven Seele
Triathlon

Neubrandenburgerin holt EM-Silber

Der Deutsche Triathlon-Verband hat bei der Europameisterschaft im polnischen Olsztyn einen erfolgreichen Auftritt hingelegt. Für den SCN gab es eine Medaille.
Olysztyn

Schöner Erfolg nach einem schwierigen Jahr 2021: Lena Meißner vom SC Neubrandenburg hat bei der Triathlon-Europameisterschaft im im polnischen Olsztyn die Silbermedaille gewonnen. Auf der Sprintdistanz (300 Meter Schwimmen, acht Kilometer Radfahren und zwei Kilometer Laufen) musste die Neubrandenburgerin am Ende nur ihre Landsfrau Nina Eim (25:12 Minuten) vorbeiziehen lassen. Lena Meißner fehlten am Ende vier Sekunden zum EM-Titel.

Dennoch strahlte die Triathletin nach dem Rennen. „Ich bin sehr glücklich über den zweiten Rang. Ich hatte einen guten Start, bin als Erste aus dem Wasser gekommen. Im Schlussspurt habe ich leider gegen Nina verloren. Aber gegen Nina kann man verlieren”, sagte die SCN-Sportlerin in einer Mitteilung der Deutschen Triathlon Union (DTU). Bei der EM über die Olympische Distanz (1,5 Km Schwimmen, 40 Km Radfahren und 10 Km Laufen) war Lena Meißner im vergangenen Jahr in Valencia (Spanien) Siebte geworden. Ihr größte Enttäuschung hatte die Neubrandenburgerin im Mai 2021 erlebt, als sie um lediglich 13 Sekunden die Teilnahme an den Olympischen Spielen in Tokio verpasste. Daran hatte die 23-Jährige lange zu knabbern.

Die Ergebnisse der anderen deutschen Frauen in Olsztyn: Lisa Tertsch belegte Rang sieben, Finja Schierl Platz elf, Tanja Neubert wurde 30.

Der deutsche Verband räumte in Polen kräftig ab

Bei den Männern gab es ebenfalls einen deutschen Erfolg: Valentin Wernz siegte in 23:27 Minuten mit einem hauchdünnen Vorsprung vor dem Briten Barclay Izzard (23:29). Dritter wurde der Franzose Anthony Pujades (23:30). „Ich hatte ein super Rennen, es lief alles perfekt. Ich konnte meinen Endspurt auf den letzten 300 Metern auspacken. Nach dem guten Start freue ich mich richtig auf die Saison”, sagte der neue Europameister.

Simon Henseleit als Fünfter in der Elite (23:32) rundete den starken Auftritt der DTU-Männer in Polen ab. Henseleit durfte sich hinterher dennoch über einen Titel freuen: Er kürte sich zum U23-Europameister und konnte sein Glück gar nicht fassen: „Es war ein Top-Rennen. Ich kann es noch nicht fassen, dass ich U23-Europameister geworden bin. Es lief von Anfang an.” Für den Nürnberger war es der bisher größte Erfolg seiner Karriere.

Insgesamt holten die Athletinnen und Athleten der Deutschen Triathlon Union in Olsztyn acht Mal Edelmetall, darunter fünf Titel. Im Elite- und U23-Bereich gingen drei von vier Goldmedaillen nach Deutschland.

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