Zwei Zentimeter fehlten Diskuswerferin Claudine Vita auf Platz drei.
Zwei Zentimeter fehlten Diskuswerferin Claudine Vita auf Platz drei. Iris Hensel
Leichtathletik-DM

Neubrandenburgerin Vita fehlen Zentimeter zur Medaille

Die Diskuswerferin vom SC Neubrandenburg verpasste das Podest bei der deutschen Leichtathletik-Meisterschaft äußert knapp. Eine ehemalige SCN-Starterin lag vor ihr und teilte anschließend aus.
Nürnberg

Claudine Vita blieb nur die Holzmedaille. Die Diskuswerferin des SC Neubrandenburg musste sich bei der deutschen Leichtathletik-Meisterschaft mit dem vierten Rang begnügen. Mit 62,63 Metern fehlten ihr nur zwei Zentimeter auf das Podest.

Letzter Versuch bringt den Sieg

Den Sieg in einem spannenden Wettbewerb sicherte sich Shanice Craft im letzten Versuch mit 62,91 Meter. Auf den Plätzen zwei und drei folgten Nadine Müller (62,73 Meter) und die ehemalige SCN-Starterin Anna Rüh (62,65 Meter).

Vita war bereits für die Heim-Europameisterschaft in Berlin qualifiziert und konnte ohne Druck starten. „Ich habe mich gut gefühlt, aber vielleicht war ich etwas zu locker”, gestand sie. Die Meisterschaft war dennoch ein Wettkampf zum Mitnehmen.

Vita fiebert der EM entgegen

Das Niveau im Diskuswerfen der Damen ist sehr hoch, es geht eng zu. Daher ärgert sich Vita auch nicht über die fehlenden zwei Zentimeter. „Ich wollte den Titel holen, von daher ist es egal, ob ich Zweite, Dritte oder Vierte werde”, erklärte sie.

Ihr Blick geht nun nach vorne. „Ich kann die EM in Berlin aber kaum noch erwarten”, sagte sie. Dort will sie wieder angreifen und vorne mitmischen.

Dritte wettert gegen den DLV

Während die Neubrandenburgerin sicher dabei ist, kochte es in Rüh – trotz ihres dritten Platzes. „Es war einer der schwierigsten Wettkämpfe in meinem Leben”, erklärte sie. Sie forderte vom Deutschen Leichtathletik-Verband (DLV) klarere Richtlinien bei den Nominierungskriterien.

Für Berlin wird sie wahrscheinlich trotz ihres dritten Platzes in Nürnberg nicht nominiert. „Die Entscheidung liegt beim Verband, nicht beim Bundestrainer”, sagte sie. „In den kommenden Jahren muss da aber etwas passieren”, forderte sie klar.

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