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Neustrelitzer Volleyballer heiß auf 2. Bundesliga

Nach einigen Wochen Bedenkzeit hat der Volleyball-Drittligist PSV Neustrelitz die Lizenzunterlagen für die 2. Bundesliga eingereicht.
Die Unterschrift ist trocken. Die PSV-Verantwortlichen um den Vorsitzenden Ralf Minkner (Mitte), Vorstandsmitglied sowie Sport
Die Unterschrift ist trocken. Die PSV-Verantwortlichen um den Vorsitzenden Ralf Minkner (Mitte), Vorstandsmitglied sowie Sportlicher Leiter der Volleyballer, Patrick Scholz (rechts) und Drittliga-Trainer Dirk Heß haben die Lizenz für die 2. Bundesliga einreicht. Matthias Schütt
Neustrelitz ·

Jetzt wird es ernst. Der PSV Neustrelitz hat am Freitag die Lizenzunterlagen für die 2. Bundesliga im Volleyball eingereicht – mehrere Seiten samt den nötigen Unterschriften wurden rechtzeitig an die Volleyball Bundesliga geschickt. Bei einem positiven Bescheid wäre das ein neuer Meilenstein in der Geschichte des Vereins.

„Wir als Vorstand wurden in allen Planungen mit einbezogen und befürworten diesen Schritt“, sagte PSV-Vorsitzender Ralf Minkner. „Die Volleyballer sind ein Leuchtturm in unserem Verein, mit dem auch der PSV wächst.“

Bereits zum zweiten Mal in Folge schaffte der aktuelle Volleyball-Drittligist in der Nordstaffel die sportliche Qualifikation. In der Saison 2018/19 verzichteten die Residenzstädter als Drittliga-Meister freiwillig auf den Sprung eine Spielklasse höher.

Kein Meistertitel – aber Aufstiegsrecht

Nach der abgebrochenen Saison 2019/20 aufgrund des Coronavirus standen die Neustrelitzer wiederum auf Rang eins und bekamen somit das Aufstiegsrecht zugesprochen, auch wenn es keinen offiziellen Meistertitel gab.

Nach einigen Wochen Bedenkzeit entschlossen sich die PSV-Verantwortlichen den Schritt zu wagen und die nötigen Unterlagen für die 2. Bundesliga einzureichen. „Dazu waren einige Gespräche im Vorfeld nötig“, sagte PSV-Trainer Dirk Heß.

Mannschaft bleibt zu einem Großteil zusammen

„Die Mannschaft muss stehen, aber auch das Drumherum und in der gegenwärtigen Situation die Finanzen. Das positive Feedback der Sponsoren kann man nur mit Wow betiteln.“ Denn für den Gang in eine höhere Spielklasse Bedarf es Mehraufwendungen – Auswärtstouren, je nach Staffelzusammensetzung, könnten bis ins Ruhrgebiet nach Nordrhein-Westfalen gehen. Das Budget in der 2.Bundesliga liegt dem Vernehmen nach zwischen 60000 und 150000 Euro. „Wir bewegen uns in der Mitte“, so Heß.

Nicht nur in Sachen Finanzen sieht es gut beim PSV aus. Auch die Mannschaft bleibt zu einem Großteil bestehen. „Aus dem Team war herauszuhören, dass sie zusammen spielen wollen, egal in welcher Klasse.

Nun muss der Verband entscheiden

Wenn möglich, aber gerne in der 2. Bundesliga“, sagt der PSV-Trainer. „Wir wollen uns in der Breite verstärken, wollen mit einem Kader von 14 Spielern in die nächste Saison gehen.“ Ebenfalls gibt es laut Vereinsangaben keine Probleme mit der Heimspielstätte des PSV in der Strelitzhalle.

„Zudem war es uns wichtig, dass das Team hinter dem Team, also all diejenigen, die für einen reibungslosen Ablauf an und während den Spieltagen sorgen, mit dabei sind und hinter der Entscheidung stehen“, sagt Patrick Scholz, Sportlicher Leiter des Teams und Vorstandsmitglied.

Nach dem all diese Punkte sukzessive abgearbeitet wurden, stand der Unterschrift am letztmöglichen Termin der Lizenzabgabe nichts mehr im Wege. Nun bleibt nur noch auf die Entscheidung des Verbandes zu warten. Dann heißt es beim PSV: „Goodbye 3. Liga Nord und Hello 2. Bundesliga Nord“.

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