FUßBALL

Bei Hansa Rostock "brennt" es im Training

Nach den letzten Niederlagen ist die Rostocker Kogge in Seenot geraten. Beim ersten Heimspiel des neuen Trainers Jens Härtel steht vor allem die Offensive im Fokus.
Thomas Krause Thomas Krause
Hansa-Trainer Jens Härtel steht vor seinem ersten Heimspiel in Rostock.
Hansa-Trainer Jens Härtel steht vor seinem ersten Heimspiel in Rostock. Peter Krüger
Rostock.

Jens Härtel ist noch völlig emotionslos. Auf die Frage, ob er besonders aufgeregt sei vor seinem ersten Heimspiel als Trainer des Fußball-Drittligisten FC Hansa Rostock, meinte er: Nein, er habe überhaupt noch kein Gefühl entwickelt.

Das ist durchaus verständlich. Wahrscheinlich hat sich Härtel derzeit mit anderen Dingen beschäftigt als mit Gefühlsduseleien. Zum Beispiel mit der sportlichen Situation der Hanseaten. Nach zuletzt drei Niederlagen in Folge und 0:6 Toren ist die Kogge in Seenot geraten, die Abstiegszone nur noch vier Punkte entfernt.

Und jetzt gastiert der Tabellensechste Unterhaching am Samstag (14 Uhr) im Ostseestadion. Härtel sagt, dass es ein schwieriges Spiel wird. Die Bayern, die in dieser Saison erst einmal verloren haben, absolvierten wegen des Wetters noch kein Punktspiel in diesem Jahr: „Sie wissen nicht, wo sie stehen, keiner weiß, was am Samstag wird.”

Im Training war richtig Feuer drin

Die Zielstellung bei den Ostseestädtern ist trotz der Ungewissheit, was Haching in Rostock abliefern kann, dennoch klar formuliert. „Wir wollen den Bock endlich umstoßen und sind da auch optimistisch”, meint Härtel. Der Fußball-Lehrer macht dies unter anderem an den Eindrücken fest, die er in dieser Woche beim Training gewonnen hat.

Keine Verletzten, der gesamte Kader stand auf dem Rasen, beim Übungskick konnte er Elf gegen Elf spielen lassen. „Da war richtig Feuer drin. Jeder möchte zeigen, dass er in die erste Elf gehört”, so Härtel. Die Mannschaft weiß offenbar um den Ernst der Lage, Punkte müssen her. Härtel ist aber klar, dass seine Jungs dafür vor allem eines müssen – mal den Ball in den Kasten schießen. Warum treffen die Stürmer nicht mehr?

Torflaute nicht alleine an Stürmern festzumachen

„Wir hatten gegen Braunschweig und gegen Wiesbaden ja gute Anläufe, haben es dann aber nicht zu Ende gespielt. Wir müssen das Ding jetzt auch mal einfach über die Linie drücken”, so Härtels Forderung an Königs und Co. Die momentane Torflaute möchte er aber nicht nur allein an seinen Stürmern festmachen: „Das ist Aufgabe der gesamten Mannschaft, auch der Abwehrspieler kann bei Standards Tore erzielen. Es liegt nicht immer nur an den Stürmern.”

Gegen Unterhaching erwartet der Club gut 10.000 Zuschauer. Wenn die Fans dann am Samstag gegen 16 Uhr über drei Punkte jubeln können, dürfte auch Jens Härtel Emotionen zeigen. Was abgehen kann auf den Tribünen des Ostseestadions, weiß natürlich auch er: „Ich habe das bisher ja nur als gegnerischer Trainer erlebt, da war die Stimmung überragend.” Jetzt wird er dies erstmals aus einer anderen Perspektive erleben.

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