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Malchower Oberliga-Kicker empfangen Hansas Amateure

Malchows Stürmer Marc Klöckner (rot) will mit seiner Mannschaft endlich die ersten Punkte bejubeln.
Malchows Stürmer Marc Klöckner (rot) will mit seiner Mannschaft endlich die ersten Punkte bejubeln.
Peter Krüger

Vier Spieltage – vier Niederlagen. Die Oberliga-Fußballer des Malchower SV wollen heute Abend endlich die ersten Saisonpunkte einfahren. Gegner sind die Amateure von Hansa Rostock.

Sven Lange, Trainer des Oberligisten Malchower SV, ist ein alter Hase im Fußball-Geschäft. Schon vor der Saison erahnte der 51-Jährige die Schwere der Aufgabe. „Diese Truppe wird Zeit brauchen, um zusammenzuwachsen“, sagte der MSV-Coach vor dem ersten Spieltag.

Nach vier Ligaspielen und null Punkten auf der Habenseite sieht sich der MSV-Coach in seiner Prognose bestätigt, weiß aber auch, „dass wir endlich mit dem Punkte sammeln anfangen sollten“. Idealerweise schon am Freitagabend (19.30 Uhr/Malchower Waldsportplatz), auch wenn der Gegner Hansa Rostock heißt.

Chancenverwertung muss besser werden

Zugegebenermaßen sind es (nur) die „Amateure“ des Drittligavereins, doch für Lange immer noch stark genug, um für ihn zu den besten fünf Teams der Oberliga zu gehören. „Eine spielstarke Mannschaft, die zuletzt auch immer wieder Personalvon den Profis in ihren Reihen hatte.“ Doch Lange ist nicht bange.

„Wir müssen Hansa beschäftigen, ihren Spielfluss zerstören und möglichst nach vorne auch selbst aktiv werden“, so die Hoffnung des MSV-Trainers. „Die Chancenverwertung“, so Lange rückblickend und hoffnungsvoll zugleich, „muss unbedingt besser werden, dann ist auch gegen die Rostocker was drin“.

Seine Mannschaft sei noch jung und teilweise sehr unerfahren. „Wären wir ein bisschen ausgebuffter, hätten wir vermutlich alle vier Spiele gewonnen“, sagte Lange, „mit ein wenig mehr Glück hätten wir aber sicherlich schon den einen oder anderen Punkt mehr auf dem Konto haben können.“

Überraschendes Pokal-Aus für die TSG Neustrelitz

Dabei richtet sich sein Blick vor allem auf die beiden Spiele (Charlottenburger FC und TSG Neustrelitz), die seine Elf erst in den Schlusssekunden abgegeben hat. „Ich kann meiner Mannschaft vor allem kämpferisch nichts vorwerfen, sie haut in jedem Spiel alles rein“.

Das sehen auch die MSV-Anhänger so, „die uns nach der unglücklichen Niederlage in Neustrelitz jede Menge Mut zugesprochen haben“. Anhänger, die heute Abend gerne die ersten Punkte bejubeln wollen.

Sieben dieser so sehr begehrten Punkte haben immerhin schon die TSG Neustrelitz und der Torgelower SV Greif bunkern können. In Neustrelitz ist man aktuell jedoch trotzdem ein wenig zerknirscht. Vor allem das überraschende Pokal-Aus gegen den FSV Bentwisch (Landesklasse) im Landespokal hat doch einige Spuren hinterlassen.

Torgelower FC Greif gibt sich selbstbewusst

„Ich hatte gehofft, wir sind schon etwas weiter“, sagte TSG-Trainer Tomasz Grzegorczyk, der mit seiner Elf am Sonntag um 16.45 Uhr bei Blau-Weiß Berlin zur „Wiedergutmachung“ anzutreten hat. „Das Pokalspiel hat uns gezeigt, dass unsere neu zusammengesetzte Mannschaft doch noch ein wenig Zeit braucht.“

Trotzdem will der TSG-Coach, der auf Francesco Petrovic verzichten muss und bei Kürsat Cicek über dessen Einsatzchancen erst kurzfristig entscheiden wird, aus der Hauptstadt etwas Zählbares mitnehmen. „Am liebsten einen Sieg, um unsere Fans wieder zu versöhnen“, sagte sein Keeper Felix Junghan ziemlich ehrgeizig.

Ähnlich ambitioniert fährt auch der Torgelower FC Greif am Sonntag (14 Uhr) zum SC Staaken 1919. „Wir fahren sehr selbstbewusst dorthin und wollen auch mindestens einen Punkt mit nach Hause nehmen“, gibt Torgelows Kapitän Kevin Riechert klar die Marschroute vor.