Bielefeld-Fans zündeten in der zweiten Halbzeit beim Spiel von Hansa Rostock gegen ihre Mannschaft Pyrotechnik.
Bielefeld-Fans zündeten in der zweiten Halbzeit beim Spiel von Hansa Rostock gegen ihre Mannschaft Pyrotechnik. Axel Heimken
Fußball

Offenbar Schlägerei zwischen Hooligans bei Hansa Rostock gegen Bielefeld

Die Polizei spricht von einem weitgehend störungsfreien Einsatz beim Zweitliga-Spiel zwischen Hansa Rostock und Arminia Bielefeld. Trotzdem kam es zu Pyro-Einsätzen – und auch Gewalt.
Rostock

Beamte der Landespolizei haben am Sonnabend beim Fußballspiel zwischen Hansa Rostock und Arminia Bielefeld 17 Fans aus Bielefeld wegen Landfriedensbruchs angezeigt. Ersten der Ermittlungen der Polizei zufolge waren sie wohl an einer Drittortauseinandersetzung, der sogenannten „Dritten Halbzeit”, beteiligt, bei der sich Fans verschiedener Mannschaften zu einer Schlägerei treffen. Die besagten 17 Bielefeld-Fans wiesen demnach auch „frische und gut sichtbare Verletzungen” auf, wie die Beamten mitteilten.

Quarzsandhandschuhe und blutige Kleidung

Eigentlich wurden die Bielefeldfans am Sonnabend mit Shuttle-Bussen vom Hauptbahnhof zum Ostseestadion gefahren. Die 17 Verdächtigen fuhren jedoch mit eigenen Fahrzeugen dorthin. Das machte sie für die Beamten verdächtig.

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Nach Spielende, Hansa besiegte Bielefeld mit 2:1, ordnete die Staatsanwaltschaft Rostock die Durchsuchung der Fahrzeuge an. Dabei beschlagnahmten die Beamten unter anderem Kleidungsstücke mit Blutanhaftungen, Handys sowie Quarzsandhandschuhe und Mundschutze. Eine Anzeige wegen des Verdachts des Landfriedensbruchs wurde aufgenommen. Die noch andauernden Ermittlungen hat die Kriminalpolizei übernommen.

Bielefeld-Fans zündeten Pyrotechnik

Insgesamt sorgten mehr als 550 Beamte der Landespolizei für die Sicherheit des Fußballspiels sowie der An- und Abreise der Fans. Wie die Beamten mitteilten, sei der Einsatz weitgehend störungsfrei verlaufen – bis auf einen Pyroeinsatz von Bielefeld-Fans im Ostseestadtion während der zweiten Halbzeit.

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