Christian Schenk, hier mit Kugelstoßerin Hanna Wichmann, ist nicht mehr Landestrainer.
Christian Schenk, hier mit Kugelstoßerin Hanna Wichmann, ist nicht mehr Landestrainer. Jens Büttner
Leichtathletik

Olympiasieger Christian Schenk wieder ohne Job

Der Verband der Behindertensportler in Mecklenburg-Vorpommern und der Rostocker Zehnkampf-Held gehen getrennte Wege.
Rostock

Zehnkampf-Olympiasieger Christian Schenk ist nicht mehr Landestrainer für die Para-Leichtathleten in Mecklenburg-Vorpommern. Der Verband Behinderten- und Rehabilitationssport (VBRS) in Mecklenburg-Vorpommern bestätigte am Freitag eine entsprechende Information des Nordkurier. „Der Vertrag von Christian Schenk läuft zum 31. Dezember aus und wurde nicht verlängert”, sagte VBRS-Geschäftsführer Lars Pickardt. Es seien diverse Dinge gewesen, die dazu geführt hätten, diese Entscheidung im Präsidium zu treffen. Eine Rolle soll die unklare Finanzierung der Trainerstelle gespielt haben.

Stutzig macht in dem Schreiben, das verschiedene Gremien über die Präsidiums-Entscheidung informiert und dem Nordkurier vorliegt, jedoch der Satz, dass Christian Schenk aufgrund des auslaufenden Vertrages ab sofort beurlaubt sei. Pickardt räumte ein, dass man dies auch hätte anders formulieren können. „Es geht um Urlaubstage und Überstunden, die Christian Schenk jetzt noch bis zum Jahresende abbauen muss”, sagte der Geschäftsführer und betonte, dass es keine Kündigung sei: „Es ist von Anfang an ein befristeter Arbeitsvertrag gewesen, den beide Partner vereinbart hatten.” Ob die Stelle als Landestrainer für die Para-Athleten neu besetzt wird, konnte Lars Pickardt noch nicht sagen. Das hänge auch mit möglichen Fördermitteln zusammen.

Christian Schenk war 2020 mit viel Enthusiasmus an die Aufgabe als Landestrainer herangegangen. Er wollte mit Blick auf die Paralympics 2024 und 2028 ein starkes MV-Team aufbauen.

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