FUSSBALLER DES JAHRES

Penzliner hat Bock auf das "i-Tüpfelchen"

Penzlins Mittelfeldspieler Alexander Lukesch ist für die Wahl zum Fußballer des Jahres nominiert. Der 25- Jährige hat eine interessante Vergangenheit.
Penzlins Alexander Lukesch (gelbes Trikot) in Aktion.
Penzlins Alexander Lukesch (gelbes Trikot) in Aktion. Peter Krüger
Alexander Lukesch vom Penzliner SV.
Alexander Lukesch vom Penzliner SV. Peter Krüger
Penzlin.

Alexander Lukesch blickt auf ein erfolgreiches Jahr 2019 zurück, vor allem sportlich war es ein brillantes. Sein Verein, der Penzliner SV, stieg im Sommer als Landesligameister souverän in die Fußball-Verbandsliga auf und auch im Landespokal Mecklenburg-Vorpommerns reichte es sogar für das Halbfinale.

Große Erfolge für einen verhältnismäßig kleinen Verein. Und auch in der Verbandsliga spielen die Penzliner eine vorzügliche Rolle, halten sich zur Winterpause auf einem hervorragenden achten Tabellenplatz.

Alexander Lukesch ist Mittelfeldspieler dieses Vereins, beackert zumeist die linke oder rechte Außenbahn, recht erfolgreich wie die Ergebnisse es schon erahnen lassen – und er ist ein absoluter Leistungsträger. 13 Tore in 16 Einsätzen unterstreichen das.

2001 hat alles angefangen

Nicht von ungefähr tauchte der Name Lukesch daher nun auch in einer Liste des Fußballverbandes Mecklenburg-Vorpommerns auf, in der nach dem neuen Fußballer des Jahres gesucht wird. „Ich habe von der Nominierung aus der Whatsappgruppe unseres Vereins erfahren”, so Lukesch, für den diese Auszeichnung „schon etwas ganz Besonderes wäre”.

Es wäre zudem nicht nur das „i-Tüpfelchen” auf ein „geiles Jahr 2019”, sondern auch auf seine bisherige Laufbahn. Und in der hat der heute 25-Jährige schon so einiges erlebt. Als damals Siebenjähriger hat im Jahr 2001 alles angefangen – in Penzlin, seinem Heimatort.

Schnell ging es dann zum 1. FC Neubrandenburg 04, ehe er dann in die U15 des Hamburger SV wechselte. Der HSV ist ohnehin sein Herzensverein, schöne Erinnerungen an seine Zeit an der Elbe inklusive. So wohnte Lukesch unter anderem mit Tottenhams heutigem Superstar Heung-min Son oder auch dem deutschen Nationalspieler Shkodran Mustafi zusammen in einem Internat.

Lehrreiche Zeit bei Dynamo Dresden

Nach knapp zwei Jahren ging es dann weiter zu Dynamo Dresden, wo er für die U19 auflief. Eine, egal ob in Hamburg oder auch in Dresden, schöne aber auch lehrreiche Zeit. Nach eineinhalb Jahren Elbflorenz zog es Lukesch dann wieder zurück zum FCN, wo er dann in der damaligen Oberligamannschaft unter Trainer Jürgen Bogs sein Debüt bei den Herren feierte.

Nach der kurzzeitigen Rückkehr nach Penzlin und einem einjährigen Ausflug zur TSG Neustrelitz, spielt Alexander Lukesch nun seit dem Sommer 2018 endgültig wieder im Trikot seiner Gelb-Blauen, dem Penzliner SV. Er fühlt sich dort wohl – auf und auch außerhalb des Platzes. Sportlich, beruflich und auch privat.

Ein weiterer Vereinswechsel ist zwar nicht angedacht, komplett ausschließen will der 25-Jährige das aber auch nicht. „Wenn natürlich das ganz große Angebot kommen sollte”, so Lukesch mit einem Augenzwinkern, „dann müsste man natürlich darüber nachdenken”. Solange wird die Nummer 23 aber noch mit seinen Kumpels für den PSV die Linien rauf und runterpeitschen.

Schneller Antritt und Spielübersicht

„Wir haben uns in den vergangenen Jahren sinnvoll verstärkt, sind ein eingeschworener Haufen und haben viele junge Spieler”, schwärmt Lukesch, der keine Phrasen drischt, wenn er seine Mannschaft und seine Familie zusammen in einem Satz erwähnt.

Bruder Christoph ist Mitspieler, der Vater ist im Trainerstab tätig – und auch die Mutter ist im Verein dabei. Nicht zu vergessen Tante und Onkel, die bei den Heimspielen das leibliche Wohl der Anhänger gewährleisten. Ein Umfeld, wie gemacht für Top-Leistungen.

Die Mannschaft profitiert vor allem von seinem schnellen Antritt, seiner Spielübersicht und natürlich der Torgefährlichkeit. Ausbaufähig sieht Lukesch seine Defensivarbeit, obwohl er es nicht unbedingt als Schwäche sieht, wenn sein Trikot nicht allzu häufig im Abwehrgetümmel zu finden ist. „So spart man Kraft für die offensiven Momente.”

Bis Anfang Januar läuft auf der Webseite des Fußballlandesverbandes Mecklenburg-Vorpommern die Online-Abtimmung für die Wahl des Fußballer des Jahres. Dort muss sich Lukesch gegen elf andere Nominierte behaupten. Mit Christian Ullerich (Kategorie: Trainer des Jahres) und Elaine Heller (Fußballerin des Jahres) finden sich dort auch noch zwei weitere Namen aus dem Erfolgsverein des Jahres 2019, dem Penzliner SV, wieder.

 

Hier geht es zur Abstimmung: https://www.lfvm-v.de/voting/

 

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