22.05.2021, Mecklenburg-Vorpommern, Rostock: Fußball: 3. Liga, Hansa Rostock – VfB Lübeck, 38. Spieltag: Fanb
Fans des FC Hansa Rostock feiern nach dem Spiel gegen den VfB Lübeck vor dem Ostseestadion den Aufstieg in die zweite Liga und brennen Pyrotechnik ab. Jens Büttner
Während des Spiel und nach dem Abpfiff wurde im Rostocker Ostseestadion immer wieder Pyrotechnik gezündet.
Während des Spiel und nach dem Abpfiff wurde im Rostocker Ostseestadion immer wieder Pyrotechnik gezündet. Andy Buenning
Fans des FC Hansa Rostock feiern nach dem Spiel gegen den VfB Lübeck vor dem Ostseestadion den Aufstieg in die zweite Lig
Fans des FC Hansa Rostock feiern nach dem Spiel gegen den VfB Lübeck vor dem Ostseestadion den Aufstieg in die zweite Liga und brennen Pyrotechnik ab. Jens Büttner
Feuerwerk bei Hansa

▶ Polizist bei Aufstiegs-Spiel am Auge verletzt

Hansa-Fans haben beim Aufstiegsspiel ihres Vereins immer wieder Feuerwerkskörper gezündet. Ein Polizist wurde am Auge verletzt.
dpa
Rostock

Am Rande des Spiels des FC Hansa Rostock gegen den VfB Lübeck in der 3. Fußball-Liga sind von der Polizei zahlreiche Zwischenfälle hauptsächlich durch Verwendung von Pyrotechnik registriert worden. So waren im Verlauf eines Fanmarsches mit bis zu 3000 Personen reichlich Feuerwerkskörper gezündet worden, wie die Polizei am Samstag berichtete.

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Auch während des Spiels wurde vor dem Ostseestadion und auch auf dem von Fans genutzten benachbarten Leichtathletikstadion massiv Pyrotechnik verwendet. Nach der Partie drängten die Fans aus dem Leichtathletikstadion ins Stadion. Vereinzelt seien auch dabei Feuerwerkskörper in Richtung der Einsatzkräfte geworfen worden. Entgegen der ersten Pressemitteilung der Polizei wurde hierdurch kein Beamter verletzt. Die gemeldete Verletzung zog sich der Polizeibeamte durch einen Flaschenwurf zu.

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Der FC Hansa war durch das 1:1 gegen die Lübecker am letzten Spieltag der Drittliga-Saison in die 2. Bundesliga aufgestiegen. Die Rostocker durften die Partie auf Grundlage von strengen Hygieneregeln vor 7500 Zuschauern bestreiten. Viele Fans vor und im Stadion trugen allerdings unter anderen keinen Mund-Nasen-Schutz.

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Stunden nach dem Spiel sammelten sich nach Polizeiangaben 6000 Anhänger vor dem Rathaus der Stadt, an dem einen Tag zuvor bereits eine große Hansa-Fahne gehängt worden war. Auch hier wurden mehrere Böller gezündet. Die Stimmung blieb dennoch friedlich. Die Polizei hielt sich zurück.

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Oberbürgermeister: „Heute sollen wir feiern”

„Ich bin sehr gespannt auf die dritte Halbzeit“, hatte Rostocks Oberbürgermeister Claus Ruhe Madsen nach dem Abpfiff dem NDR gesagt. Er hoffe, dass sich angesichts von Corona viele vernünftig verhalten. „Wir müssen damit rechnen, dass es zu der ein oder anderen Sache kommt, über die wir reden müssen“, räumte er ein. „Aber heute sollen wir feiern.“

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Madsen hatte sich dafür eingesetzt, dass das Spiel vor Fans stattfinden kann. Er hoffte damit, mögliche wilde Aufstiegsfeiern der Anhänger ohne Einhaltung der Corona-Regeln verhindern zu können. Die Landesregierung in Schwerin hatte am Dienstag Fans im Stadion unter strengen Hygieneregeln zugelassen. Die Partie wurde als Hochsicherheitsspiel eingestuft und von den Sicherheitsbehörden so angegangen, als wäre die Arena mit 30.000 Zuschauern ausverkauft.

Hinweis: In einer erste Fassung hieß es von der Polizei, dass ein Polizist durch Pyrotechnik am Auge verletzt worden sei. Nun teilte die Polizei aber mit, dass die Verletzung durch einen Flaschenwurf stattgefunden hat. Wir haben den Artikel daher entsprechend korrigiert.

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