VOLLEYBALL – SSC PALMBERG SCHWERIN

Rekordmeister zwischen Schweißperlen und Sonnencreme

Bei einem fünftägigen Trainingslager am Zingster Ostseestrand haben die Volleyballdamen des SSC Palmberg Schwerin reichlich Schweiß fließen lassen.
Die Volleyballerinnen des SSC Palmberg Schwerin haben am Ostseestrand Kraft für die kommende Saison getankt.
Die Volleyballerinnen des SSC Palmberg Schwerin haben am Ostseestrand Kraft für die kommende Saison getankt. Peter Krüger
Auch der Spaß kam bei den Profis im Trainingscamp nicht zu kurz.
Auch der Spaß kam bei den Profis im Trainingscamp nicht zu kurz. Peter Krüger
Auch Kraftübungen gehörten in Zingst zur Trainingsalltag.
Auch Kraftübungen gehörten in Zingst zur Trainingsalltag. Peter Krüger
SSC-Libera Anna Pogany mit Ball am Strand.
SSC-Libera Anna Pogany mit Ball am Strand. Peter Krüger
Schwerins Neuzugang Denise Imoudu
Schwerins Neuzugang Denise Imoudu Peter Krüger
SSC-Trainer Felix Koslowski verbrachte mit seinen Mädels fünf intensive Tage in Zingst.
SSC-Trainer Felix Koslowski verbrachte mit seinen Mädels fünf intensive Tage in Zingst. Peter Krüger
Zingst.

Spiegelbrille, Mückenspray und Sonnencreme – hört sich ganz nach einem chilligen Urlaub am Ostseestrand an. Doch davon waren die Volleyballdamen des SSC Palmberg Schwerin meilenweit entfernt. Einzig und allein der Ostseestrand spielte in diesen Tagen für die Landeshauptstädterinnen eine elementare Rolle.

Denn am Zingster Sportstrand legten die SSC-Mädels im knapp fünftägigen Trainingslager den Grundstein für eine – aus ihrer Sicht – hoffentlich erfolgreiche Bundesligasaison. Und dabei stand ein Mann, der SSC-Cheftrainer Felix Koslowski in dieser Woche zumeist die Arbeit abnahm, ganz besonders im Fokus.

Athletiktrainer Michael Döring, seit 2008 für die Fitness der Schweriner Damen verantwortlich, drehte auch an diesen heißen Tagen kräftig an den Athletik-Schrauben. „Da müssen die Mädels jetzt durch“, sagte Michael Döring und grinste dabei.

Corona-Pause war Fluch und Segen zugleich

Und da mussten sie dann auch durch. Schweißtreibende Kraft- und Ausdauerübungen im Strandsand standen ebenso auf dem Programm wie morgendliche Strandläufe, Radtouren oder auch Übungen mit dem Ball. Zur Belohnung ging es nach den Trainingseinheiten zumeist ins kühlende Ostseewasser.

Doch auch da hatte Döring die passenden Übungen parat. „Die Corona-Pause ist für uns Trainer Fluch und Segen zugleich“, so Koslowski, „auf der einen Seite haben wir ewig kein Training und kein Spiel gehabt, auf der anderen Seite konnten aber vor allem die Nationalspielerinnen, die sonst ja oft die Saisonpausen durchspielen, endlich mal durchatmen und ihrem Körper etwas Ruhe gönnen“.

Ein bisschen Ruhe, aber keineswegs zu viel haben sich die Schweriner Mädels während der Corona-Pause gegönnt, freute sich Döring: „Jede Spielerin hatte einen individuellen Trainingsplan mit nach Hause bekommen.“ Und scheinbar haben sich alle ganz brav daran gehalten. Denn bei den ersten Leistungstests in Schwerin bekam Döring durchweg positive Werte präsentiert: „Die Mädels sind fit, jetzt gehen wir hier den nächsten Schritt.“

Großer personeller Umbruch im Erfolgsteam

Insgesamt hat das Trainergespann elf Spielerinnen in Zingst dabei, darunter vier Neuzugänge. Die Amerikanerinnen Hayley Spelman und Taylor Agost stoßen in der kommenden Woche dazu – macht insgesamt sechs Neue für Trainer Felix Koslowski.

Es ist der größte personelle Umbruch der jüngeren Vergangenheit. „Zugänge und Abgänge haben wir ja eigentlich in jedem Jahr“, verdeutlichte der Schweriner Trainer und fügte hinzu: „Doch in diesem Sommer verschwinden aus unserem Team reichlich Leistungsträgerinnen.“

Doch bange ist dem 36-Jährigen vor der kommenden Saison ganz und gar nicht. Im Gegenteil. „Es ist doch eine interessante und spannende Aufgabe für uns Trainer, ein neues Team zu formen.“ Außerdem, so Koslowski, „können wir doch stolz darauf sein, dass so viele Spielerinnen von uns jetzt den Sprung in absolute Top-Clubs geschafft haben“.

Erste Prüfung ist das Supercupfinale gegen Dresden

Trotz des Weggangs zahlreicher Stars formuliert der Coach hochgesteckte Saisonziele: „Unser Ziel ist es, die Finalspiele zu erreichen – im Pokal und in der Meisterschaft. Und auch in der Champions League wollen wir uns wieder so teuer wie möglich verkaufen.“

Bis es aber losgeht, lassen Koslowski, Döring und Co. bei den Mädels aber noch reichlich Schweiß fließen. „Das Wochenende ist jetzt frei, danach geht es mit dem Training in Schwerin weiter“, verrät Döring, „den Abschluss bildet dann ein weiteres Trainingslager in Polen.“

Am 27. September steht für das neue SSC-Team mit dem Supercupfinale gegen Pokalsieger Dresdner SC die erste wirkliche Prüfung bevor.

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