LANDESMEISTERSCHAFT

Rostocker Läufer dominieren an der Küste

In Lubmin sind die Landesmeisterschaften im Straßenlauf über 10 Kilometer ausgetragen worden. Am Start war auch Lauf-Prominenz.
Tom Gröschel vom TC Fiko Rostock (Zweiter von rechts) gewann in Lubmin.
Tom Gröschel vom TC Fiko Rostock (Zweiter von rechts) gewann in Lubmin. Udo Kleinschmidt
Lubmin ·

Statt Halbmarathon-Weltmeisterschaft in Gdynia (Polen) „nur” die MV-Landesmeisterschaft über 10 Kilometer in Lubmin: Tom Gröschel hatte zwar die Norm für die WM am kommenden Samstag locker erfüllt, zum fünfköpfigen Männeraufgebot des Deutsche Leichtathletik-Verband (DLV) gehört der 28-Jährige vom TC Fiko Rostock dennoch nicht.

Es habe ein paar Kommunikationsprobleme gegeben, weshalb er nicht in Polen starten dürfe. „Das ist sehr schade, aber jetzt für mich auch abgeschlossen”, sagte er. Gröschels Fokus ist jetzt klar auf den Valencia-Marathon am 6. Dezember gerichtet: In Spanien will der Deutsche Marathon-Meister von 2018 und 2019 die Norm für die Olympischen Spiele 2021 in Tokio erfüllen, dafür muss er 2:11,30 Stunden laufen. Mit Hendrik Pfeiffer und Amanal Petros, beide Trainingspartner des Rostockers in Bochum, haben bisher schon zwei Deutsche die Norm in der Tasche. Gröschels Bestzeit liegt derzeit bei 2:13,49. „Es wird schwer, aber ich werde alles geben”, so der Polizist, der sich seinen Traum von Olympia erfüllen möchte.

Zwei schnellere Läufer waren nicht für Meisterschaft gemeldet

Den Straßenlauf in Lubmin suchten sich der Fiko-Sportler und sein Trainer Tono Kirschbaum daher als „kleines Zwischenziel” aus. Mehr als ein Tempotraining unter Wettkampfbedingungen dürfte das Rennen in dem Küstenort aber nicht gewesen sein. Gröschel holte sich den MV-Titel locker in 29:47 Minuten. Auf den weiteren Podiumsplätzen folgten seine Fiko-Kollegen Bisrat Tekle Aweno (33:28) und Uwe Kleinschmidt (33:55). Der Ex-Eggesiner Kleinschmidt freute sich dabei nicht nur über Bronze bei den Landesmeisterschaften im 10-Kilometer-Straßenlauf, sondern auch über eine neue persönliche Bestzeit. „Endlich unter 34 Minuten”, so der Student.

Mit Markus Liebelt (Trizack Rostock, 32,25) und dem Frankfurter Stefan Kühlberg (33,40) waren zwei Teilnehmer zwar schneller als Kleinschmidt, doch sie waren nicht für die MV-Meisterschaft gemeldet.

Es gab viel Lob für den Veranstalter

Bei den Frauen holte sich Marie Hauer den Sieg über die 10 Kilometer. Die Läuferin von Trizack Rostock setzte sich in 37,43 Minuten klar gegen Titelverteidigerin Katrin Bemowski von der HSG Uni Greifswald durch (38,46). Dritte wurde Katja Knospe vom SV Turbine Neubrandenburg (42,25). Im Vorjahr hatte die Greifswalderin in Lubmin mit einer Hundertstel Vorsprung auf Marie Hauer gewonnen. „Ich habe damit überhaupt nicht gerechnet, da es auf dem Darß überhaupt nicht gelaufen war. Aber die Bedingungen in Lubmin hätten auch nicht besser sein können”, sagte die Rostockerin, die zudem neue persönliche Bestzeit rannte. Beim Darß-Marathon vor drei Wochen hatte Marie Hauer die halbe Distanz (21,1 Kilometer) in 1:25,55 Stunden gewonnen.

Der Straßenlauf in Lubmin, auch als Sebastian-Fredrich-Gedenklauf bekannt, war geprägt von den Coronamaßnahmen, die der Veranstalter HSG Uni Greifswald beachten musste. Läuferinnen wie Marie Hauer lobten die Umsetzung: „Der Lauf war top organisiert. Es gab mehr Toiletten, mehr Startnummernausgabestellen. Und die Läufer haben sich an die Maskenpflicht gehalten.” Am Start waren insgesamt mehr als 200 Ausdauersportler.

Alle Ergebnisse finden sie unter: www.tollense-timing.de

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