LAUFSPORT

Schummelläufer darf Ultra-Siege behalten

Die Verantwortlichen des Fischland-Darß-Ultramarathons haben lange im Fall des Schummelläufers beraten. Jetzt ist eine Entscheidung gefallen.
Der Fall des Schummelläufers sorgte bundesweit für Aufsehen.
Der Fall des Schummelläufers sorgte bundesweit für Aufsehen. Gudrun Kiesendahl/Nordkurier
Neubrandenburg ·

Der Schummelläufer darf seine drei Siege beim Fischland-Darß-Zingst-Ultramarathon (FDZU) behalten. Der Veranstalter des Ultralaufes teilte am Donnerstag mit, dass „nach unseren Überprüfungen aller vorliegenden Informationen und Nachweise wir dem Teilnehmer kein unsportliches Verhalten vorwerfen können. Es ist für den FDZU an keiner Stelle nachweisbar, dass Betrugshandlungen eines Teilnehmers vorliegen”. Da die Vorwürfe haltlos seien, erfolge keine Listenänderung der Ergebnisse im Nachhinein, heißt es in der Mitteilung.

Das ehemalige Mitglied des TC Fiko Rostock soll über mehrere Jahre bei verschiedenen Wettkämpfen geschummelt haben. Er soll bei Rennen vor allem abgekürzt oder beim Ultralauf auf dem Darß über 115 Kilometer Hilfsmittel wie ein Klappfahrrad benutzt haben. Den FDZU gewann Olaf. N* dreimal in Folge, zuletzt im vergangenen Jahr mit Streckenrekord.

Mitglieder des TC Fiko Rostock stellten in einer mehrseitigen Dokumentation dar, bei welchen Wettkämpfen es Unregelmäßigkeiten gegeben hat. Diese Papiere lagen auch den FDZU-Machern vor. Die Ultralauf-Verantwortlichen übten in dem Zusammenhang vielmehr Kritik an den Vorgängen in den vergangenen Wochen. Es wirke sehr befremdlich, „mit welcher Energie anonym aus der vermeintlichen Deckung heraus Vorwürfe erhoben werden, die bis heute zu keinem Zeitpunkt hieb- und stichfest bewiesen werden konnten. Wir sind sehr an fairen Wettbewerbsbedingungen und Regelkonformität für alle Teilnehmer interessiert. Das ist nach unserem Verständnis essenziell für einen fairen und sauberen Sport”.

Bei Verbandsrennen darf er nicht starten

Gleichwohl kündigten die FDZU-Organisatoren an, künftig die Streckenkontrolle intensivieren und ausweiten zu wollen. Die nächste Auflage des Ultralaufes soll am 12. Juni ausgetragen werden. Der MV-Leichtathletikverband hatte den Hobbysportler für alle Wettkämpfe im Leichtathletikverband mit Wertungssystem gesperrt, bei denen Ergebnisse erzielt werden und die relevant für Bestenlisten sind. Teilnahmen an Just-for-Fun-Laufveranstaltungen seien ihm freigestellt.

Die vollständige Stellungnahme des Veranstalters zu diesem Fall ist auf der Homepage des FDZU zu lesen.

*Name der Redaktion bekannt

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