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Schweinsteiger tritt aus Nationalmannschaft zurück

Bundestrainer Joachim Löw und Bastian Schweinsteiger gehen künftig getrennte Wege.
Bundestrainer Joachim Löw und Bastian Schweinsteiger gehen künftig getrennte Wege.
Peter Kneffel

Nach dem Halbfinal-Aus bei der Europameisterschaft ist für den Mittelfeldspieler endgültig Schluss im DFB-Dress. "Vielen Dank an alle für die tolle Zeit!" schreibt der Kapitän in seinem Abschieds-Text.

Kapitän Bastian Schweinsteiger beendet nach 120 Länderspielen seine Karriere in der deutschen Fußball-Nationalmannschaft. „Ich habe soeben den Bundestrainer gebeten mich in Zukunft bei der Nominierung für die Nationalmannschaft nicht mehr zu berücksichtigen, da ich gerne zurücktreten möchte“, teilte der 31 Jahre alte Weltmeister am Freitag mit.

Mit dem Mittelfeldspieler von Manchester United war das deutsche Team bei der Europameisterschaft in Frankreich im Halbfinale am Gastgeber gescheitert. Zuletzt hatte er immer wieder mit Verletzungen zu kämpfen. „Mit dem Gewinn des Weltmeistertitels 2014 ist uns historisch und auch emotional etwas gelungen, was sich in meiner Karriere nicht mehr wiederholen lässt“, schrieb Schweinsteiger. „Deshalb ist es richtig und vernünftig nun Schluss zu machen und der Mannschaft für die Qualifikation und die WM 2018 das Allerbeste zu wünschen.“

In Erinnerung wird von den 120 Schweinsteiger-Spielen im DFB-Dress vor allem das WM-Finale 2014 bleiben, bei dem der Kapitän der überragende und prägende Akteur gewesen war. Mit mehr als 15 Kilometern lief er in den 120 Spielminuten die größte Strecke aller Spieler, er gewann die meisten seiner Zweikämpfe, spielte gute und sichere Pässe. Sechs Fouls kassierte Schweinsteiger, der jedoch die Ruhe bewahrte und den Kampf annahm. Er ließ in der Verlängerung eine Platzwunde tackern und gab im Mittelfeld keinen Quadratmeter kampflos preis. Am Ende konnte er den goldenen WM-Pokal in die Höhe stemmen.