Claudine Vita warf nur 58,07 Meter und holte damit Silber. Iris Hensel
SCN-Hochspringer Chima Ihenetu wurde Siebter mit 2,05 Meter. Iris Hensel
Deutsche Meisterschaft

SCN-Diskuswerferin gewinnt Silber

Bei den Deutschen Leichtathletik-Meisterschaften erfüllte sich die Claudine Vita ihren Medaillen-Wunsch. Hochspringer Ihenetu erreichte das Finale.
Braunschweig

Wenigstens für das erhoffte Edelmetall reichte es, doch zufrieden war niemand im Diskuswurf-Team des SC Neubrandenburg. Bei den Deutschen Meisterschaften in Braunschweig holte sich Claudine Vita vom SC Neubrandenburg am Sonntag die Silbermedaille, das war es aber auch mit den positiven Aspekten.

Am Ende standen bescheidene 58,07 Meter als beste Weite im Protokoll – zu wenig für die 23-Jährige, die die ein Kilogramm schwere Scheibe vier Tage zuvor noch auf 63,21 Meter geworfen hatte. „Wenn es 62 Meter und eine Medaille gewesen wären, sind hier alle glücklich. So hat man Silber und ärgert sich trotzdem”, sagte die 23-Jährige, die ihren Wettkampf sehr selbstkritisch sah: „Mit so einer Leistung kann man eigentlich keine Medaille gewinnen. Das ist auch nicht mein Anspruch.“

Astrid Kumbernuss, die die Diskuswerferin gemeinsam mit Dieter Kollark trainiert und mit nach Braunschweig gereist war, sagte: „Die Medaille ist schön für den SCN und für Neubrandenburg, sie hat aber einen Beigeschmack. Mit dieser Leistung kann niemand zufrieden sein.”

Der Titel ging an die Titelverteidigerin

Brütende Hitze, kein Wind und keine Zuschauer im Stadion – die Bedingungen gerade für die Werfer im Eintracht-Stadion waren allerdings auch nicht die besten. Den Meistertitel holte sich wie im Vorjahr Kristin Pudenz vom SC Potsdam mit 62,30 Metern, aber auch sie blieb deutlich unter ihrem Leistungsniveau. Platz drei ging an Julia Ritter vom TV Wattenscheid mit 55,80. Marike Steinacker vom TSV Bayer Leverkusen, die seit zwei Jahren in Neubrandenburg trainiert, verfehlte als Vierte mit 55,36 Metern knapp eine Medaille.

SCH-Hochspringer Chima Ihenetu sprang mit 2,05 Metern im Finale am Sonntag auf Platz sieben. Auch in seinem Lager machte sich ein wenig Enttäuschung breit. „Ich bin nicht zufrieden, und Chima auch nicht. Weil er einfach viel mehr drauf hat”, sagte Trainer Carsten Hodea.

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