Claudine Vita vom SCN verpasste knapp eine Medaille.
Claudine Vita vom SCN verpasste knapp eine Medaille. BEAUTIFUL SPORTS
Kristin Pudenz vom SC Potsdam überragte erneut alle.
Kristin Pudenz vom SC Potsdam überragte erneut alle. BEAUTIFUL SPORTS
Leichtathletik

SCN-Diskuswerferin verpasst Medaillen-Hattrick

Bei den Deutschen Leichtathletik-Meisterschaften in Berlin wurde die Neubrandenburgerin Claudine Vita Vierte. Sie könnte aber den WM-Zug erreicht haben.
Berlin

Die dritte Meisterschaftsmedaille in Folge hat Claudine Vita zwar verpasst, dafür steht die Diskuswerferin vom SC Neubrandenburg aber offenbar vor der Nominierung für die Weltmeisterschaft im Juli in Eugene (USA). Nach Informationen des Nordkurier haben der Bundestrainer Wurf/Stoß sowie der Bundestrainer Diskus/Frauen die SCN-Athletin als dritte Starterin für die WM vorgeschlagen. Die endgültige Entscheidung fällt die DLV-Spitze um Generaldirektor Idris Gonschinska. In der Regel folgt der DLV den Vorschlägen der Disziplintrainer.

Bei den Titelkämpfen am Samstag im Berliner Olympiastadion wurde Claudine Vita Vierte mit 63,36 Metern. Nach Silber (2020) und Bronze (2021) blieb ihr Edelmetall diesmal jedoch verwehrt. „Ich bin trotzdem sehr zufrieden. Claudine hat in einem spannenden Wettkampf eine gute Leistung abgeliefert. Und sie hat endlich ihr Trauma besiegt, in einem großen Stadion nicht an ihre Leistungen herankommen zu können”, sagte Trainer Dieter Kollark.

Kristin Pudenz verbesserte ihre Bestleistung

Der Sieg ging erwartungsgemäß an Kristin Pudenz vom SC Potsdam, die mit 67,10 Metern erstmals die 67-Meter-Marke übertraf. Es war ihr dritter Titel in Folge. Silber holte sich Shanice Craft vom SV Halle mit 64,64 Metern. Beide sind damit sicher in Eugene dabei. Die Überraschung des Tages war Julia Harting vom SSC Berlin, die mit 64,34 Metern Bronze gewann und auch die WM-Norm knackte. „Was Julia in Berlin gezeigt hat, war schon große Klasse”, sagte Dieter Kollark. Die Berlinerin hat gegenüber Claudine Vita (64,60) aber die schlechtere Saisonbestleistung und war im bisherigen Saisonverlauf auch deutlich schwächer als die Neubrandenburgerin.

Marike Steinacker vom TSV Bayer Leverkusen, die in Neubrandenburg bei Gerald Bergmann trainiert, blieb als Fünfte mit 61,98 Metern hinter den eigenen Erwartungen. Die Olympiaachte von Tokio soll als Ersatzfrau für Eugene nominiert werden, heißt es.

Die Wettbewerbe im Olympiastadion mussten wegen einer Unwetterwarnung für Berlin für gut eine Stunde unterbrochen werden.

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