CORONAKRISE

SCN-Kanuten dürfen wieder aufs Wasser

Die Corona-Lockerungen machen es möglich: Die Kanurennsportler des SC Neubrandenburg können wieder vernünftig trainieren. Allerdings gibt es weiter Einschränkungen.
Erik Jendersie, Wiebke Glamke und Vanessa Stramke (von links) sind Kaderkanuten des SCN und dürfen deshalb wieder paddeln
Erik Jendersie, Wiebke Glamke und Vanessa Stramke (von links) sind Kaderkanuten des SCN und dürfen deshalb wieder paddeln. Bundesstützpunktleiterin Lisa Schiffer beobachtet die ersten Fahrten auf dem Oberbach. Thomas Krause
Neubrandenburg.

Endlich wieder ein Paddel in der Hand! Endlich wieder auf dem Wasser! Zumindest für einen Teil der Kanurennsportler des SC Neubrandenburg ist eine gut fünfwöchige Leidenszeit zu Ende gegangen, in der wegen der Corona-Pandemie nur ein Home-Training machbar war. Doch nach den Corona-Lockerungen dürfen die SCN-Kanuten auch wieder ihr Trainingszentrum in der Schillerstraße nutzen.

„Wir sind der Stadt Neubrandenburg wirklich sehr dankbar, denn sie hätte auch Nein sagen können”, verdeutlicht SCN-Kanuchef Stefan Schewe. Anfang April hatte die Kanuabteilung schon einmal angefragt im Rathaus, da habe es von der Stadt noch eine Ablehnung gegeben. In dieser Woche durften nun erst einmal die sogenannten Kaderathleten – Wiebke Glamm, Annete Wehrmann, Vanessa Stramke, Erik Jendersie und Nils Globke – die Trainingsmöglichkeiten im Kanuzentrum nutzen. In der nächsten Woche sollen dann auch die anderen Kanuten wieder einsteigen können. Allerdings werden dann erst einmal nur die Neubrandenburger wieder in der Schillerstraße trainieren. Kanuten, die aus anderen Bundesländern kommen und sonst im Internat leben, müssen sich noch gedulden.

Das Internat ist noch geschlossen

„Das Internat ist ja noch geschlossen”, sagt Bundesstützpunktleiterin Lisa Schiffer. Davon betroffen seien auch Annete Wehrmann und Nils Globke. Für sie bemühe man sich um eine Unterkunft für die Zeit, in der das Internat zu sei, so Lisa Schiffer. Für die Mädchen und Jungen gelten aber einige Coronaregeln, die schon etwas verwirrend wirken. So dürfen nur maximal zwei Kanuten gleichzeitig paddeln, bei den Bundeskadern seien hingegen bis zu fünf erlaubt. Die Bundeskader – sozusagen die Besten unter den vielen Talenten – können auch die Krafträume in der Trainingsstätte nutzen, die anderen nicht. Und geduscht werden muss zu Hause.

„Die Gefahr liegt eben nicht auf dem Oberbach oder auf dem Tollensesee, sondern im Kanuzentrum selbst. Daher die vielen Vorkehrungen”, sagt Schewe, der sich in dem Zusammenhang ein wenig Kritik nicht verkneifen kann, weil „das Ganze schon sehr bürokratisch ist”. Eine Trainingseinheit könne nun schon mal bis zu vier Stunden dauern. „Wir sind aber froh, dass wir wieder vernünftig trainieren können”, sagt der SCN-Abteilungsleiter.

Es könnte auch noch Kanu-Wettkämpfe geben

Die vergangenen Wochen habe man aber auch für andere Sachen genutzt, die man wahrscheinlich bei einem normalen Trainings- und Wettkampfbetrieb nicht erledigt hätte. „Wir haben zum Beispiel eine komplette Bootsinventur vorgenommen, haben Umkleideräume und Kraftraum renoviert”, so Stefan Schewe. In den nächsten Monaten soll es jedoch in erster Linie wieder um den Sport gehen. Die Verantwortlichen haben sogar noch die Hoffnung, dass in dieser Saison der eine oder andere Wettkampf ausgetragen werden könnte. „Es kann sein, dass es zum Beispiel noch eine Kadersichtung für das nächste Jahr geben wird”, sagt Lisa Schiffer. Das wäre eine Art Wettkampf. Nach dem Willen der Landesverbände soll in dieser Saison auch noch eine nationale Meisterschaft gefahren werden. „Die Sportler brauchen die Wettkämpfe”, so Schewe.

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