FIESER VIRUS

SCN-Triathletin muss Südafrika-Start absagen

Das große Ziel von Lena Meißner sind die Olympischen Spiele 2020 in Tokio. Eine erste Standortbestimmung sollte das Rennen in Kapstadt sein.
Thomas Krause Thomas Krause
Beim Weltcup in Kapstadt sollte für Lena Meißner das Wettkampfjahr beginnen.  
Beim Weltcup in Kapstadt sollte für Lena Meißner das Wettkampfjahr beginnen. privat
Neubrandenburg.

Nur zwei Tickets, aber viele Bewerber – für Lena Meißner vom SC Neubrandenburg dürfte der Weg zu den Olympischen Spielen im kommenden Jahr in Tokio ein steiniger werden.

Zwei Startplätze stehen den Damen der Deutschen Triathlon Union (DTU) zur Verfügung, einer dürfte bereits an die Potsdamerin Laura Lindemann, derzeit stärkste Dreikämpferin im Team der DTU, vergeben sein.

Aber dahinter gibt es mit Anja Knapp, Sophia Saller, Bianca Boden, Nina Eim und eben Lena Meißner eine Reihe von Athleten, die große oder kleine Hoffnungen auf einen Start in Japan hegen.

„Wir wissen, dass es nicht einfach wird. Da muss vieles zusammenpassen. Aber Lena kann es schaffen”, sagt Meißners Heimtrainer Frank Heimerdinger. Vor allem muss die Triathletin des SCN die Position zwei in Deutschland hinter Lindemann einnehmen. „Das muss einfach das Ziel sein”, sagt Heimerdinger.

In der Weltcup-Serie will sie Achtungszeichen setzen

Bei den Rennen der Weltcup-Serie in diesem Jahr möchte Lena Meißner möglichst viele Achtungszeichen setzen, um „weiter voranzukommen”, wie es ihr Trainer formuliert.

Allerdings hat die 21 Jahre junge Athletin schon am Anfang der neuen Saison einen kleinen Rückschlag einstecken müssen. Die Neubrandenburgerin wollte am kommenden Wochenende beim Triathlon-Weltcup-Auftakt in Südafrika an den Start gehen.

In Kapstadt wird am Sonntag bereits ein Teil der Weltelite dabei sein, unter anderem die Niederländerin Rachel Klamer und die US-Amerikanerin Summer Rappaport, wenn auf der Sprint-Distanz (750 Meter Schwimmen, 20 Kilometer Rad, 5 Kilometer Laufen) die ersten Cup-Punkte vergeben werden.

Seit Mitte Januar schon im Camp

Allerdings – ein fieser Magen-Darm-Virus hat alle Weltcup-Pläne zerstört, Meißner hat am Mittwoch ihren Start abgesagt. „Sie hat noch einmal einen Test im Schwimmbecken absolviert, danach war klar, dass es keinen Sinn macht. Ihr fehlt einfach die Kraft”, so Heimerdinger, der zwar nicht selbst vor Ort ist in Südafrika, mit seinem Schützling aber täglich Kontakt hält. Es sei jammerschade, denn Lena sei schon in sehr guter Verfassung gewesen.

Die Neubrandenburgerin befindet sich bereits seit Mitte Januar im Trainingscamp in Südafrika. Zuvor hatte die Triathletin schon in einem Trainingscamp in Italien an ihrer Form gefeilt.

Jetzt will Lena Meißner in Güstrow starten

Geplant ist nun, dass Lena Meißner beim Weltcup-Rennen am 8. und 9. März in Abu Dhabi (Vereinigte Arabische Emirate) startet. „Sie ist mit drei anderen Frauen nominiert, ob sie dann auch dort starten wird, ist offen. Vielleicht in der Staffel”, so Heimerdinger.

Um aber Wettkampfpraxis zu bekommen, ziehen Heimerdinger und seine Athletin einen Start beim Swim&Run am 2. März in Güstrow in Erwägung. Bei der Veranstaltung, die zum 13. Mal ausgetragen wird, müssen die Sportler 750 Meter schwimmen und fünf Kilometer laufen.

 

Stadt. Land. Klassik! - Konzert in Neubrandenburg

zur Homepage