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Fußball-WM

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Senegal reist nicht nur zum Urlaub an

Salif Sané ist der einzige Bundesliga-Profi in Senegals Kader.
Salif Sané ist der einzige Bundesliga-Profi in Senegals Kader.
Swen Pförtner

32 Mannschaften spielen bei der Fußball-WM in Russland um den Titel. Wir stellen alle Teilnehmer vor. Hier geht es um Senegal.

16 Jahre hat der Senegal auf seine zweite Endrunden-Teilnahme warten müssen, bei ihrem WM-Comeback schlagen die Afrikaner große Töne an. „Keiner weiß, welche Mannschaft den WM-Titel holt. Aber mein Traum ist, die Trophäe nach Senegal zu holen. Wir fahren nicht zum Urlaub nach Russland“, sagte Nationaltrainer Aliou Cissé und ergänzte: „Es gibt viele Vergleiche mit der Mannschaft von 2002. Wir haben große Lust, es noch besser zu machen.“

Cissé hatte 2002 die Löwen von Teranga als Kapitän aufs Feld geführt, als sie bei ihrer bislang einzigen WM-Teilnahme bis ins Viertelfinale vorgedrungen waren. Dabei hatten sie im Eröffnungsspiel sogar Frankreich mit 1:0 bezwungen.

Sané rettet die Bundesliga-Ehre

Hießen die Helden damals El Hadji Diouf, Papa Bouba Diop oder Cissé, konzentriert sich diesmal alles auf Starstürmer Sadio Mané. Der 26-Jährige hat unter Jürgen Klopp beim FC Liverpool eine sensationelle Entwicklung hingelegt und bildete in dieser Saison zusammen mit Mohamed Salah und Roberto Firmino den treffsichersten Sturm der Champions-League-Geschichte.

In der Auswahl Senegals will er zusammen mit Keita Baldé Diao vom AS Monaco oder dem Ex-Hannoveraner Mame Diouf ähnliche Akzente in der Offensive setzen. Als einziger Bundesligaprofi hat es unterdessen 96-Verteidiger Salif Sané ins 23-köpfige WM-Aufgebot geschafft.

Nur ein Spieler ist in Afrika aktiv

Bis zum WM-Auftakt gegen Polen kommt auf Trainer Cissé allerdings noch viel Arbeit zu. Ohne
Stürmer-Star reichte es gegen Luxemburg nur zu einem mageren 0:0-Unentschieden. Mit einer ähnlichen Leistung wird es in dieser Vorrundengruppe schwer, überhaupt Zählbares zu erreichen.

Für ein Novum im Kader der Afrikaner sorgt Torwart Khadim N´Diaye. Der 33-Jährige ist der einzige Spieler, der bei einem afrikanischem Verein spielt. N´Diaye verdient sein Geld beim guineischem Team von Horoya AC.