Malchow gegen Neustrelitz
Spielerberater spricht nach Manipulationsverdacht von einem Scherz

Malchows Torwart Filip Hnup hatte vor dem Punktspiel von seinem Berater Jan Hornik eine Handynachricht mit dem Angebot erhalten, 1000 Euro zu bekommen, wenn er in der ersten Halbzeit dafür sorge, dass zwei Tore gegen Malchow fallen (Archivbild).
Malchows Torwart Filip Hnup hatte vor dem Punktspiel von seinem Berater Jan Hornik eine Handynachricht mit dem Angebot erhalten, 1000 Euro zu bekommen, wenn er in der ersten Halbzeit dafür sorge, dass zwei Tore gegen Malchow fallen (Archivbild).
Peter Krüger

Beim Manipulationsverdacht um das Oberligaspiel zwischen Malchow und Neustrelitz steht ein Spielerberater im Fokus. Dieser gibt sich ahnungslos.

Während die Neubrandenburger Staatsanwaltschaft und Sportgericht des Nordostdeutschen Fußballverbandes (NOFV) das Oberligaspiel zwischen dem Malchower SV und der TSG Neustrelitz wegen des Manipulationsverdachts derzeit genau unter die Lupe nehmen, hat sich am Dienstag der tschechische Spielerberater des betroffenen Torwarts gemeldet.

Hornik: „Ich scherze immer so.”

Jan Hornik sagte im Gespräch mit dem Nordkurier, dass es sich um ein großes Missverständnis handele, das Angebot an den Spieler sollte lediglich ein Scherz sein. „Der Spieler hat das nicht verstanden, aber ich scherze immer so”, sagte Hornik.

Wie der Nordkurier exklusiv berichtete, hatte Malchows Torwart Filip Hnup vor dem Punktspiel von seinem Berater Jan Hornik eine Handynachricht mit dem Angebot erhalten, 1000 Euro zu bekommen, wenn er in der ersten Halbzeit dafür sorge, dass zwei Tore gegen Malchow fallen.

Hnup zeigte die Nachricht sofort seinem Trainer Sven Lange, das Spiel verlief anschließend normal. Einen Betrugsversuch gab es laut Hornik nicht. „Ich würde so etwas niemals tun”, sagte er.

Malchower SV und der NOFV haben Strafanzeigen gestellt

Inzwischen laufen aber die Ermittlungen: Die Neubrandenburger Staatsanwaltschaft prüft, ob der Anfangsverdacht einer Straftat bestehe. Der Malchower SV und der NOFV haben Strafanzeigen gestellt.

Jan Hornik sieht den Untersuchungen gelassen entgegen: „Ich weiß, dass ich nichts falsch gemacht habe.” Er habe nicht einmal gewusst, dass auf dieses Spiel gewettet werden konnte.

Beim Malchower SV wollte man sich zu den Aussagen des Spielerberaters nicht äußern. Man habe den Kontakt zu ihm sofort beendet, hieß es.