BEDROHTER BUNDESSTÜTZPUNKT

Sportministerin Hesse will Seehofer die Stirn bieten

Mecklenburg-Vorpommern will die Schließung von Bundesstützpunkten im Sport nicht wortlos hinnehmen. Die MV-Sportministerin informierte sich in Neubrandenburg über die Lage.
Robert Stoll Robert Stoll
Ministerin Birgit Hesse (SPD, rechts) bei ihrem Besuch in der Kanutrainingsstätte der SCN-Kanuten - hier im Gespräch mit Sportlern, hier mit Nils Globke, Annette Wehrmann und Lina Bielicke (von rechts).
Ministerin Birgit Hesse (SPD, rechts) bei ihrem Besuch in der Kanutrainingsstätte der SCN-Kanuten – hier im Gespräch mit Sportlern, hier mit Nils Globke, Annette Wehrmann und Lina Bielicke (von rechts). Heiko Brosin
Neubrandenburg.

Neubrandenburg. Geht es nach dem Willen von Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) droht Mecklenburg-Vorpommern der Verlust von drei Bundesstützpunkten im Sport. Dagegen setzt sich die hiesige Politik allerdings zur Wehr: MV-Sportministerin Birgit Hesse (SPD) hat sich am Montag die betroffenen Standorte in Neubrandenburg und Warnemünde angeschaut und mit den Verantwortlichen gesprochen.

Seehofer hat Brief nicht beantwortet

„Es wäre eine Schlappe für den Sport, wenn jetzt Schluss wäre“, sagte sie dabei. Ihren Missmut darüber hatte sie Seehofer bereits vor Wochen in einem Brief mitgeteilt, bis heute wartet sie auf eine Antwort. Hesse bestätigt allerdings, dass Seehofer ihr Schreiben zur Kenntnis genommen habe und intern neu über das Thema diskutiert werde. Den Stützpunkten läuft dennoch die Zeit davon. Es geht in dieser Thematik schließlich nicht nur um deren Erhalt, sondern auch um die Zukunft von Sportlern und Trainern. Den Besuch der Ministerin begrüßten sowohl Vertreter von Sportverbänden als auch der Stadt am Montag ausdrücklich.

Amthor stänkert über Hesses Teilnahme an Sportministerkonferenz

Aus Berlin meldete sich indes der örtliche CDU-Bundestagsabgeordnete Philipp Amthor zu Wort: „Beim Thema Spitzensportreform bleibe ich weiter dran. Die Gespräche, die ich dazu inzwischen im Bundesinnenministerium geführt habe, weisen in eine richtige Richtung.“ Er schob hinterher: „Ich begrüße es, dass sich Birgit Hesse jetzt auch kümmern will – aber ich erwarte von ihr, dass sie ihren Standpunkt auch auf der Sportministerkonferenz deutlich macht. Dort hat sie, wie man hört, bislang eher mit Abwesenheit geglänzt.“

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