Personell hat sich in den vergangenen Jahren bei den Tollense Sharks einiges getan. Die Mannschaft hat mittlerweile ein andere
Personell hat sich in den vergangenen Jahren bei den Tollense Sharks einiges getan. Die Mannschaft hat mittlerweile ein anderes Gesicht. Peter Krüger
Sharks-Trainer Daniel Barsch freut sich darauf, seine Mannschaft endlich wieder im Einsatz zu sehen.
Sharks-Trainer Daniel Barsch freut sich darauf, seine Mannschaft endlich wieder im Einsatz zu sehen. Peter Krüger
American Football in Neubrandenburg

Tollense-Haie sind heiß und bissig

Vor knapp drei Jahren bestritten die Footballer der Tollense Sharks ihr letztes Punktspiel. Nun soll es endlich wieder zur Sache gehen – in der Verbandsliga.
Neubrandenburg

Nun soll es endlich losgehen, lange genug mussten sie ja auch warten. Die Footballer der Tollense Sharks sind jedenfalls heiß wie Frittenfett auf ihr erstes Punktspiel seit furchtbar langer Zeit.

Im Sommer 2019 gingen die „Haie“ einst auf Tauchstation, zogen sich zur Überraschung vieler urplötzlich aus der Regionalliga Nord zurück. Ein zu kleiner Kader und zahlreiche Verletzungen zwangen die Neubrandenburger damals zum Rückzug, der aber keiner für immer werden sollte. Aber auch keiner, der nunmehr knapp drei Jahre andauern sollte – zumindest wenn man den Blick auf die Pflichtspielstatistik legt.

Schuld daran jedoch sind die Sharks bei Weitem nicht allein, ein Virus namens Corona bremste in den letzten Jahren ja so einige Sportvereine und deren Träume aus. So auch den Start der Neubrandenburger Footballer ein paar Ligen tiefer, in der Verbandsliga. Bis auf ein paar Testspiele war einfach nicht mehr drin. Nun aber, im dritten Jahr nach dem letzten Pflichtspiel-Touchdown, soll es wieder rund gehen.

Insgesamt sechs Teams spielen in der Verbandsliga Ost

Zusammen mit fünf weiteren Mannschaften in der Verbandsliga Ost, drei Teams aus Mecklenburg-Vorpommern, drei aus dem Land Brandenburg. Und das in einem besonderen Modus. In diesem treten alle drei MV-Vertreter in Hin- und Rückspielen gegeneinander an, zusätzlich trifft je eine Mannschaft aus Mecklenburg-Vorpommern noch auf eine aus Brandenburg, auch mit Hin- und Rückspiel.

Neben Neubrandenburg sind die Mecklenburg Bulls aus Schwerin sowie die Vorpommern Vandals aus Greifswald die Vertreter aus MV, die Beelitz Blue Eagles, die Frankfurt Red Cocks und die Lauchhammer Miners die Teams aus Brandenburg. Letzteres, also die Lauchhammer Miners, ist am kommenden Samstag ab 15 Uhr der erste Gegner der Verbandsliga und somit auch der brandenburgische Gegner der Tollense Sharks.

„Wir sind alle heiß, dass es endlich losgeht“, lässt Tollense-Coach Daniel Barsch wissen. Seine Mannschaft sei vor wenigen Wochen in ein kleines Loch gefallen, als der eigentliche Saisonstart gegen die Vorpommern Vandals kurzfristig abgesagt werden musste (der Nordkurier berichtete). „Man hat schon gemerkt, dass die Jungs nach der Spielabsage beim Training ein wenig müde wirkten“, so der Trainer rückblickend, „alle wollen endlich spielen“.

Und genau das ist auch das Wichtigste, was sich Daniel Barsch auf die Fahnen schreibt. „Wir denken jetzt nicht groß über einen möglichen Aufstieg oder irgendeinen Meistertitel nach. Für uns ist vordergründig wichtig, dass wir uns endlich wieder mit anderen Mannschaften messen können.“ Nicht mehr und nicht weniger.

Kurzfristiger Umzug auf den Datzeberg

Knapp 30 „Haie“ tummeln sich gerade im Neubrandenburger Football-Kader, der Altersdurchschnitt liege auch so um die 30, weiß Barsch. Knapp die Hälfte davon habe schon reichlich Regionalliga-Erfahrung in den Knochen, für einige ist der Ligabetrieb aber Neuland.

Auf der Suche nach Interessierten, die sich vorstellen könnten, irgendwann in der Haie-Montur übers Spielfeld zu flitzen, befinden sich die Sharks-Verantwortlichen natürlich immer. „Liebend gern auch Leute des jüngeren Jahrgangs“, so Daniel Barsch, der seinen Kader langfristig gerne verjüngen würde.

Nun steht aber vorerst der Ligastart am Samstag gegen die Lauchhammer Miners im Fokus, der ursprünglich im Jahnstadion ausgetragen werden sollte. Da dort Mittwochnachmittag aber ein Wurf-Meeting stattfand, müssen die Footballer kurzfristig auf den Datzeberg (Sportplatz am Otto-Reinhardt-Weg) umziehen. „Da wir dort ja ohnehin immer trainieren, ist es nun wirklich keine große Umstellung für uns“, so Daniel Bartsch.

Die Lauchhammer Miners, gegen die die Neubrandenburger bislang noch nie gespielt haben, kommen als große Unbekannte in die Vier-Tore-Stadt. Barsch jedoch hatte im Vorjahr die Möglichkeit, den Gegner zwei Mal genauer unter die Lupe zu nehmen. „Es ist eine Mannschaft, die es noch nicht allzu lange gibt. Sie haben eine bunte Mischung aus erfahrenen Spielern und Neulingen.“ Für Barsch und sein Team zählt ohnehin nur die Tatsache, dass sie nun endlich wieder auf das Spielfeld zurückkehren.

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