FUßBALL-REGIONALLIGA

TSG-Trainer muss nach Niederlage gehen

In Neustrelitz hat man die Reißleine gezogen: Direkt nach der Pleite in Auerbach gaben die Verantwortlichen die Trennung von Achim Hollerieth bekannt.
Matthias Schütt Matthias Schütt
Autsch! Nach der Auswärtspleite in Auerbach trennen sich die Wege von der TSG und Trainer Achim Hollerieth.
Autsch! Nach der Auswärtspleite in Auerbach trennen sich die Wege von der TSG und Trainer Achim Hollerieth. Picasa
Neustrelitz.

Das ging schnell: Unmittelbar nach der bitteren 1:2 (0:0)-Auswärtsniederlage der TSG Neustrelitz im Nachholspiel des 20. Spieltages am Mittwochabend beim VfB Auerbach handelten die Verantwortlichen um Präsident Hauke Runge und trennten sich von Trainer Achim Hollerieth. „Nach einem intensiven Gespräch kamen der Verein und Trainer Achim Hollerieth übereinstimmend zu dem Schluss, dass man sich mit sofortiger Wirkung in gegenseitigem Einvernehmen trennt“, teilte die TSG in einer Pressemitteilung mit.

Das Training übernimmt ab heute bereits Tomasz Grzegorczyk, der seit März als Hollerieth-Nachfolger schon zur neuen Saison feststand und nun früher als geplant sein Amt antritt. „Tomasz Grzegorczyk soll dem Neustrelitzer Team nun die notwendige Rezeptur für das Ziel des Klassenerhalts vermitteln“, so TSG-Pressesprecher Stephan Neubauer.

TSG-Abstieg rückt immer näher

Denn nach der 18. Saisonpleite in Sachsen vergrößerte sich der Abstand für den Tabellenvorletzten aus Neustrelitz auf den ersten sicheren Nichtabstiegsplatz – Rang 13 – auf mittlerweile neun Punkte. „Natürlich ist die Chance auf den Klassenerhalt nicht größer geworden“, so Andreas Kavelmann, sportlicher Leiter der TSG.

Seit Dienstag ist zudem bekannt, dass neben Drittligist FC Rot-Weiß Erfurt auch der Chemnitzer FC einen Insolvenzantrag gestellt hat und somit beide Clubs als Absteiger feststehen. Damit dürften aller Voraussicht nach mindestens drei Vereine aus der vierten Liga absteigen, wenn sowohl die Erfurter als auch die Chemnitzer das Spielrecht für die Regionalliga erhalten. Sollte der Regionalliga-Meister in der Relegation scheitern, wären es sogar vier Absteiger aus Liga vier. Somit wird die Chance der TSG auf eine siebte Saison in der Regionalliga immer kleiner und der Abstieg in die Oberliga droht.

In Auerbach ging die TSG nach torloser erster Halbzeit gingen die Gäste vor rund 400 Zuschauern sogar kurz nach Wiederanpfiff mit 1:0 (47.) in Front. Eine Hereingabe verwertete TSG-Akteur Andrew Marveggio zum Führungstreffer. Mit zunehmender Spieldauer wurde der Druck der Auerbacher jedoch größer und nach einem Foul im TSG-Strafraum traf VfB-Spieler Marcel Schlosser zum 1:1-Ausgleich (69.). Exakt die gleiche Situation auch in der 87. Spielminute: Wieder ein Foul im TSG-Strafraum, wieder läuft Marcel Schlosser an und wieder trifft der VfB-Kapitän – 2:1, Spiel gedreht!. Das nächste Spiel bestreitet die TSG-Elf am Sonntag gegen den Tabellenletzten FSV 63 Luckenwalde (Anstoß 13.30 Uhr/Parkstadion). Da ist ein Heimdreier Pflicht, um theoretisch die Möglichkeiten auf den Klassenerhalt zu wahren.

TSG Neustrelitz: Quindt- Okumura, Marveggio, Luksik, Zingu – Capli, Baloki, Dervishaj (76. Assinouko), Eggert – Lukesch (84. Abbruzzese), Kelbel.

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