PYROS UND PLATZSTURM

Tumulte und Spielunterbrechung bei Hansa-Gastspiel in Jena

Hansa Rostock ist seit fünf Spielen ungeschlagen. Doch für mehr Aufregung sorgten einmal mehr jene, die unter dem Zeichen der Kogge randalierten.
dpa
Wie schon beim Pokalspiel gegen Nürnberg zündeten Hansa-Fans auch beim Auswärtsspiel in Jena verbotenerweise Pyrotechnik.
Wie schon beim Pokalspiel gegen Nürnberg zündeten Hansa-Fans auch beim Auswärtsspiel in Jena verbotenerweise Pyrotechnik. Bernd Wüstneck
Jena.

Hansa Rostock hat den dritten Auswärtssieg in der 3. Fußball-Liga verpasst. Die Ostseestädter trennten sich am Samstag vom FC Carl Zeiss Jena mit einem 1:1 (0:0). Jonas Hildebrandt (56. Minute) erzielte vor 8000 Zuschauern im Jenaer Ernst-Abbe-Sportfeld das Tor für die Rostocker, die seit fünf Partien ungeschlagen sind und ihre Position im oberen Tabellendrittel behaupteten. Vincent Stenzel (90.) traf für die Jenaer zum Ausgleich.

Drei Tage nach dem unglücklichen Pokal-Aus nach Elfmeterschießen gegen den 1. FC Nürnberg ließen es die Rostocker zunächst etwas ruhiger angehen. Erst Ende der ersten Halbzeit gab es einige gute Gelegenheiten, die jedoch ungenutzt blieben. Die beste hatte Linksverteidiger Nico Rieble, der in der 34. Minute aus gut 25 Metern nur die Latte traf. Hildebrandts Führung nach Vorarbeit von Marcel Hilßner brachte Hansa auf die Siegerstraße. In der Schlussphase war Jena am Drücker und glich insgesamt verdient noch aus.

Polizei musste einschreiten

Das Spiel der beiden ehemaligen DDR-Oberligisten wurde in der zweiten Halbzeit nach Zuschauerausschreitungen für einige Minuten unterbrochen. Die mitgereisten Rostocker Fans hatten bereits vor Anpfiff im Gästeblock Pyrotechnik gezündet, so dass sich der Spielbeginn verzögerte. Nach der Hansa-Führung kam es zu einer knapp sechsminütigen Unterbrechung. Schiedsrichter Martin Petersen schickte die Teams in die Kabine, nachdem auf der Haupttribüne Tumulte ausgebrochen waren.

Daraufhin stürmten Rostocker Fans aus dem Block ins Rund, Jenaer Ultras folgten ihnen. Es ergaben sich chaotische Zustände neben dem Rasen, die erst durch das Einschreiten der Polizei beendet werden konnten. Nachdem Spieler und Funktionäre auf die Fans eingeredet hatten, wurde die Partie wieder angepfiffen.

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Kommentare (3)

Es kann mir doch keiner erzählen, dass keiner weiß, wer die Randalierer bzw. deren Anstifter sind. Denen kann doch der Verein endlich mal Stadionverbot erteilen; der Image-Schaden, den diese "Fans" anrichten, ist doch gar nicht mehr bezifferbar. Hansa muss endlich wirksame Konsequenzen ziehen. Oder selber mit welchen leben.

Meine Freunde, ihre Kinder 10&4 und Ich wurden nach den Torjubel von den 10 jährigen Sohn von mein Kumpel angegriffen weil er mit einer Hansa Fahne gewedelt hatte...darauf wurden auf uns volle bierbecher geworfen und es sind jena Fans auf uns los gestürmt und haben auf uns eingeschlagen aber zum Glück nicht getroffen...es wurde selbst auf mein Kumpel eingeschlagen der sein 4 jähriges Neffen auf den Arm hatte...Das hatten die Hansa Fans im Gästeblock gesehen und die wollten uns nur beschützen

Weiter so, der schnöde mamon zahlt ja alles. Hansa hat ja kein interesse selber gegen diese abartigen menschen vorzugehen... nur so erreicht man aufmerksamkeit, nicht durch peinliches fußballspielen......