Shalane Flanagan gewann 2017 den New York-Marathon.
Shalane Flanagan gewann 2017 den New York-Marathon. Seth Wenig
Marathon

US-Laufstar mit unglaublicher Serie

Shalane Flanagan gewann Silber bei den Olympischen Spielen 2008. Jetzt arbeitet sie an einem besonderen Lauf-Projekt.
Boston

Die Siege beim Boston-Marathon gingen einmal mehr an Läufer aus Afrika. Der Kenianer Benson Kipruto setzte sich in 2:09:51 Stunden vor dem Äthiopier Lemi Berhanu (2:10:37) durch. Auch die schnellste Frau in Boston kommt aus Kenia. Diana Kipyogei gewann in 2:24:45 Stunden. Sie verwies ihre Landsfrau Edna Kiplagat (2:25:09) auf Rang zwei. Bei der 125. Auflage des Traditionsrennens stand aber eine US-Amerikanerin im Fokus – Shalane Flanangan. Die 40-Jährige lief die 42,2 Kilometer in Boston in 2:40,34 Stunden. Das Besondere dabei: Einen Tag zuvor war Flanagan beim Chicago-Marathon an den Start gegangen und dort 2:46,39 gerannt.

Boston und Chicago sind Teil eines Projektes, das die US-Amerikanerin, die bei den Olympischen Spielen 2008 in Peking Silber über 10 000 Meter gewonnen hat, gerade verwirklicht. Shalane Flanagan möchte sechs Marathon-Rennen in 42 Tagen laufen und alle unter 3 Stunden beenden. „Es wird hart. Aber es ist das, was mich am lebendigsten fühlen lässt”, schrieb sie vorher auf Instagram.

Zum Abschluss wartet der Marathon in New York

Die ersten 42,2 Kilometer lief sie Ende September in Berlin, wo sie nach starken 2:38,32 Stunden ins Ziel am Brandenburger Tor kam. Sieben Tage später legte sie beim London-Marathon noch eine Schippe drauf: 2:35,04.

Zwei Rennen stehen noch aus. Für den abgesagten Tokio-Marathon (Japan) möchte Shalane Flanagan einen virtuellen Lauf in Oregon absolvieren. Zum Abschluss am 7. November wartet dann der New York-Marathon. Es gibt kaum Zweifel, dass die Langstreckenläuferin aus den USA scheitern könnte. „Der heutige Tag hat mir Zuversicht gegeben, dass ich dieses Ziel erreichen kann. Sechs Marathons in weniger als drei Stunden fühlt sich so nah an, dass ich es schmecken kann”, sagte sie nach dem Lauf in Boston. Shalane Flanagan hatte 2019 ihre Leistungssportkarriere beendet.

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