FUßBALL 3. LIGA

Verrückter Aufstiegskampf in Liga 3

Der Aufstiegskampf in der dritten Fußball-Liga ist so spannend wie nie zuvor. Insgesamt vier Teams streiten sich um die zwei direkten Aufstiegsplätze. Wer hat die besten Chancen?
Wer steigt in die 2. Bundesliga auf?
Wer steigt in die 2. Bundesliga auf? Peter Krüger/NK-Grafik Thomas Bachmann
Kann die Mannschaft von Hansa Rostock zum Saisonende über den Aufstieg jubeln?
Kann die Mannschaft von Hansa Rostock zum Saisonende über den Aufstieg jubeln? Peter Krüger
Rostock ·

Aus vier mach zwei – die Rechnung ist einfach, die Spannung riesig. Der Aufstiegskampf in der 3. Fußball-Liga ist so aufregend wie nie zuvor. Insgesamt vier Teams streiten sich auf der Zielgeraden der Saison um die beiden direkten und so begehrten Aufstiegsplätze.

Der Drittplatzierte kann immerhin noch über die Relegation den Sprung in die 2. Bundesliga schaffen, der Vierte hingegen geht so richtig leer aus.

 

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Mit Dynamo Dresden und Hansa Rostock führen gleich zwei Ost-Clubs die Tabelle an, beide sind sie punktgleich – danach folgen 1860 München und der FC Ingolstadt mit zwei Punkten weniger. Neun Punkte sind noch zu vergeben. Wer macht das Rennen? Wer behält die Nerven? Und wer geht am Ende leer aus?

 

Dynamo Dresden

Nach der kleinen Krise von vier tor- und sieglosen Spielen sowie dem Trainerwechsel stehen die Sachsen nach zwei Siegen in den Nachholspielen wieder an der Tabellenspitze.

Das Restprogramm ist nicht einfach, aber durchaus machbar. Unter Neu-Trainer Alexander Schmidt hat Dresden in den vergangenen drei Spielen kein einziges Gegentor „gefressen“.

Bleiben sie in der Defensive auch weiterhin so kompakt und zeigt die Offensive nur im Ansatz die durchaus vorhandenen Qualitäten, dann steht dem Aufstieg ins Unterhaus rein gar nichts im Wege.

Prognose: Dynamo holt noch sieben Punkte und wird am Ende Zweiter

 

Hansa Rostock

Der Treffer von Hansa-Stürmer John Verhoek am vergangenen Dienstag zum 1:1 gegen den FC Ingostadt war nicht nur für dieses Spiel wichtig, sondern wird im Aufstiegskampf noch Gold wert sein.

Hansa Rostock hat mit diesem Remis den direkten Konkurrenten vorerst vom Leib gehalten. Außerdem hat Rostock von allen vier Aufstiegsanwärtern das vermeintlich leichteste Restprogramm.

Wichtig wird jedoch sein, wie die Hanseaten das Ostduell gegen den FSV Zwickau am Samstag im heimischen Ostseestadion gestalten. Gewinnen sie, dann stehen die Aufstiegsampeln wohl nahezu auf grün, lassen sie aber Punkte liegen, dann beginnt jedoch das große Zittern.

„Es gilt, nur auf sich zu schauen – nicht auf andere. Wir müssen den Mut haben, mit Ball Chancen zu kreieren. Die spielerische Lockerheit brauchen wir, wir dürfen nicht verkrampfen“, sagte Hansa-Coach Jens Härtel vor dem Aufeinandertreffen der beiden ehemaligen DDR-Oberligisten.

Personell hat sich bei den Rostockern mit Blick auf das Ingolstadt-Spiel nicht viel getan. „In den letzten Tagen hat sich nichts verändert. Wir gehen mit denselben Voraussetzungen ins Spiel gegen Zwickau“, so Härtel.

In den letzten beiden Saisonspielen hat der FC Hansa zwei lösbare Aufgaben zu bewältigen. Zunächst müssen die Rostocker am 15. Mai beim bereits feststehenden Absteiger SpVgg Unterhaching antreten.

Es folgt am letzten Spieltag am 22. Mai ein Heimspiel gegen den stark abstiegsgefährdeten Tabellenvorletzten VfB Lübeck.

Prognose: Hansa Rostock gewinnt die letzten drei Spiele und steigt als Drittligameister direkt in die zweite Bundesliga auf.

 

TSV 1860 München

Die Münchner sind die Mannschaft der Stunde in Liga 3. Sechs Siege aus den letzten sieben Spielen brachten die im Prinzip schon abgeschlagenen „Löwen“ wieder zurück ins Aufstiegsrennen.

Am vergangenen Spieltag rauschten sie sogar an den Ingolstädtern vorbei auf Rang drei. Das Restprogramm hat es aber mit zwei Derbys sowie dem direkten Duell gegen Ingolstadt am letzten Spieltag aber so richtig in sich.

1860 hat ligaweit die beste Offensive und zusammen mit Dresden die beste Defensive.

Prognose: Die Münchner holen noch sieben Punkte und spielen als Dritter die Relegation.

 

FC Ingolstadt

Die Ingolstädter ließen zuletzt jede Menge Punkte liegen. Von den letzten sechs Spielen konnten sie nur das Heimspiel gegen Zwickau gewinnen – zu wenig, wenn man aufsteigen will.

Da nützt es auch nicht, dass man beim Spiel gegen Hansa lange Zeit die dominierende Mannschaft war. Am Ende zählen die Punkte. Und davon wird der FCI am Ende zu wenig haben, zumindest weniger als die drei anderen Aufstiegskandidaten.

Prognose: Ingolstadt holt noch fünf Punkte und wird Vierter.

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