INTERNATIONALES BOXTURNIER

Vier Fäuste für eine Sensation

Jannis und Niklas Wilß sind Zwillingsbrüder. Und außerdem Faustkämpfer des PSV 90 Neubrandenburg. Beide steigen sie beim Box-Turnier „Olympische Hoffnungen des Nordens“ in den Ring.
Peter Krüger Peter Krüger
Vorfreude: Jannis (links) und Niklas Wilß gehen für Mecklenburg-Vorpommern an den Start.
Vorfreude: Jannis (links) und Niklas Wilß gehen für Mecklenburg-Vorpommern an den Start. Peter Krüger
Neubrandenburg.

Verschmitzt lächelnd und trotzdem ausgepowert springen Jannis und Niklas Wilß die Treppenstufen in der Sporthalle hinauf. Genau dorthin, wo die Eltern der beiden Zwillingsbrüder warten. Wie immer, wenn das Boxtraining der beiden vorbei ist. Dann macht sich die Familie auf dem Weg in ihre Heimatstadt Pasewalk.

Zwei Mal pro Woche geht es zum Boxtraining des PSV 90 Neubrandenburg – und das nunmehr schon seit Ende 2015. „Zum Anfang konnten die beiden noch nicht mal geradeaus laufen“, witzelt ihr Boxtrainer Andreas Golombek, „wenn man sie heute aber sieht, dann kann man schon sagen, dass sie eine tolle Entwicklung genommen haben – sowohl boxerisch, aber auch charakterlich“.

Turnier hat eine große Tradition

Beide stehen als einzige PSV-Boxer im Aufgebot des Landesverbandes Mecklenburg-Vorpommern, das beim morgen beginnenden 28. Boxturnier „Olympische Hoffnungen des Nordens“ in den Ring steigen. Ein Turnier, welches schon eine gewisse Portion Geschichte und Tradition mit sich rumschleppt. Erstmals im Jahr 1991 in Neubrandenburg ausgerichtet, hielt sich dieses Turnier bis 2007 in der Viertorestadt.

Danach wurde es ein knappes Jahrzehnt in Wismar ausgetragen, ehe das Nachwuchsturnier (Altersklasse 14/15) 2018 wieder an den ursprünglichen Austragungsort zurückkehrte. „Wir haben es einfach mal wieder probiert“, so PSV-Boxtrainer Peter Busse, der froh darüber ist, es getan zu haben.

Erstmals boxen auch Mädels

Denn ein Jahr später merkt Busse schon bei den Voranmeldungen, dass dieses Turnier wieder an Bedeutung und Wichtigkeit gewinnt. „Wir haben hier viele Deutsche Meister am Start“, so Busse, „die jeweiligen Gewichtsklassen sind schon sehr gut besetzt“.

Zudem weiß die Veranstaltung auch mit einer Premiere aufzuwarten. Erstmals in der Geschichte des Traditionsturniers, am Freitag (ab 15 und 18.30 Uhr/Boxhalle Katharinenstraße) mit den ersten Vorrundenkämpfen beginnt, werden sich auch Mädchen die Boxhandschuhe überziehen.

So wird es in 16 Gewichtsklassen bei den Jungen und vier bei den Mädchen insgesamt 20 Titelträger geben, die am Sonntagvormittag (ab 9.30 Uhr) in den jeweiligen Finals ermittelt werden.

Der Samstag steht dann ganz im Zeichen der Halbfinalkämpfe (10.30 und 15 Uhr). Ob die beiden PSV-Boxer Jannis (54 kg) und Niklas Wilß (60 kg) bei der Titelvergabe ein Wörtchen mitreden, ist fraglich. Auch wenn beide natürlich von einem Sieg träumen, ist Trainer Golombek da ein wenig vorsichtiger. „Die Konkurrenz ist stark und hat zumeist viel mehr Training als die beiden“.

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