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Stavenhagens Trainer vor Heimdebüt

Am Sonnabend drehen sie wieder auf, die Stavenhagener Handball-Fans.
Am Sonnabend drehen sie wieder auf, die Stavenhagener Handball-Fans.
Archiv/Kati Rockenschuh-Ofcsarik

Als aktueller MV-Liga-Meister geht der Stavenhagener SV am Sonnabend in die Handball-Saison 2015/16. Eine Premiere wird es für den neuen Trainer Volker Hähnlein. Und der hat noch vor dem ersten Anwurf einige Unwägbarkeiten ausgemacht.

Die Meisterjagd ist eröffnet: Wenn am Sonnabend die Handball-MV-Liga in die neue Saison startet, dürfte ein Team auf besonders motivierte Kontrahenten treffen: der Stavenhagener SV. Den amtierenden Champion zu schlagen, kann es einen größeren Reiz für die Gegnerschaft geben? Den ersten Versuch in der Zweifelderhalle startet am Sonnabend der Stralsunder HV II (18 Uhr).

Für den neuen Trainer der Gastgeber, Volker Hähnlein, ist es zugleich die Premiere an der Seitenlinie bei einem Pflichtspiel – das er mit dem nötigen Optimismus angeht, wie er dem Nordkurier verriet. „Im Training haben die Jungs einen guten Eindruck hinterlassen. Ich bin guter Dinge und sehr gespannt, was da auf uns zurollt. Wir wollen uns nicht verstecken“, so der 58-Jährige, der im vergangenen Jahr noch die C-Junioren des SSV Einheit Teterow coachte. 

Gleichzeitig ist Hähnlein aber kein Mann für Illusionen. Davon auszugehen, dass sein Team den Landesmeistertitel mal eben verteidigt, sei vermessen und unrealistisch. „Ich will nicht tiefstapeln, aber unsere Besetzung hat sich geändert. Aufgrund beruflicher und privater Veränderungen steht uns der eine oder andere Spieler nicht mehr zur Verfügung, die Trainingsbeteiligung liegt im Schnitt bei 50 Prozent.“

Zum anderen gebe es in der MV-Liga nicht mehr die eine Übermannschaft. Vielmehr sei die Leistungsdichte mit neuen, unbekannten und ambitionierten Teams wie Aufsteiger Stralsunder HV II insgesamt größer. So gelte es, laut Hähnlein, den Titel nicht als Bürde zu sehen, sondern die Euphorie rund um den großen Triumph mit in die neue Spielzeit zu retten.

Dabei mithelfen sollen neben Kräften aus dem eigenen Nachwuchs auch (mittelfristig) Angelo Lexow, zuletzt in Diensten des HSV Peenetal Loitz, und Toni Gramß aus Potsdam. Während sich bei Ersterem die Spielberechtigung erst kurzfristig entscheiden sollte, ist Gramß bereits für ein Debüt am Sonnabend eingeplant. Volker Hähnlein: „Toni ist stark in der Deckung, vorne hat er noch Potenzial nach oben.“