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„Strammes Wandern“ im Sportunterricht

Von unserem RedaktionsmitgliedPaulina JasmerAm 16. April soll die Turnhalle Binsenwerder wieder eröffnet werden. Die betroffenen Schulen der Stadt müssen ...

Das Gerüst an der Turnhalle Binsenwerder ist demontiert. Die Bauarbeiter legen letzte Hand an den Eingangsbereichen an. Die Außenanlagen werden nicht pünktlich zur Eröffnung fertig.[KT_CREDIT] FOTO: P J

Von unserem Redaktionsmitglied
Paulina Jasmer

Am 16. April soll die Turnhalle Binsenwerder wieder eröffnet werden. Die betroffenen Schulen der Stadt müssen für ihren Sportunterricht eine Bauverzögerung von zwei Wochen überbrücken.

Neubrandenburg.„Wir brauchen die Halle ganz dringend. Jeder Tag länger ist mit Problemen verbunden“, sagt Winfried Schneider, Schulleiter des Sportgymnasiums, auf Nachfrage.
Dass sich die Wiederöffnung der Turnhalle Binsenwerder um 14 Tage verschiebt (der Norkurier berichtete), sei zwar kein Weltuntergang, räumt er ein, aber die Stadthalle, in der die Schule auch ihren Handball-Unterricht verlegt hatte, habe sich in der Vergangenheit nicht immer als Vorteil erwiesen. „Die Wege sind kürzer“, so der Schulleiter, aber wenn Veranstaltungen in der Stadthalle stattfanden, wie die Baumesse, dann mussten die Schüler weichen und Sporttheorie pauken.
Das sei insbesondere bei Veranstaltungen, die über ein Wochenende hinaus gingen – wie eben die Baumesse – der Fall. Die Stadthalle würden die Schüler aber auch noch in den kommenden Tagen nutzen, eben so lange, bis die Turnhalle Binsenwerder wieder geöffnet ist.
Diesem Tag der Wiedereröffnung fiebern auch die Regionalschule Nord und die Grundschule West entgegen. So hat die Grundschule West für diese Verzögerung keine Halle als Alternative. Bisher seien die Grundschüler in die Sportstätte im Reitbahnweg ausgewichen, doch ein Antrag auf Verlängerung sei nicht gestellt worden, so Schulleiterin Petra Tannert. Zum einen hatte man auf die neue Halle und zum anderen auf besseres Wetter gehofft, sagt sie. Mit „strammem Wandern“ seien jetzt einige Sportstunden ausgefüllt. Silvana Mundry-Göthe weist für die Regionalschule Nord darauf hin, dass sie vor Ostern über das Schulverwaltungsamt über die Bauverzögerung informiert worden sei. „Es überrascht uns also jetzt nicht“, betont sie. Bisher waren die Schüler in die Halle des „anderen Gymnasiums“ zum Sportunterricht gegangen. Nun steht unter anderem Walking auf dem Lehrplan; Umziehmöglichkeiten bestünden in den Klassenräumen.
Dirk Schwabe, Chef des Städtischen Immobilienmanagements (SIM), weiß um die Unannehmlichkeiten. Er ist aber optimistisch, dass der 16. April als Wiederöffnung einzuhalten ist. Allerdings: „Die Außenanlagen werden noch nicht fertig sein“, sagt er auf Nachfrage.

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p.jasmer@nordkurier.de